Einsatz für Konfuzius-Institut

Bürgermeister Heinz Paus in China unterwegs

60 Jahre Technische Universität von Qingdao und die mögliche Errichtung eines so genannten Konfuzius-Institutes in Paderborn - das waren die Anlässe, die Paderborns Bürgermeister Heinz Paus jüngst nach China führten. Gemeinsam mit den Repräsentanten der Paderborner Universität Prof. Dr. Detmar Zimmer, Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Dr. Josef Noeke, Geschäftsführer der Kooperation Chinesisch Deutsche Technische Fakultät (CDTF), Prof. Gregor Fels und Prof. Manfred Pahl, Mitgründer der CDTF, nutzte das Stadtoberhaupt die Möglichkeit, die im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Städten bestehenden Kontakte zu vertiefen. Heinz Paus, der beim Festakt zum 60jährigen Bestehen der Universität Qingdaos vor etwa 10.000 Studenten redete, würdigte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten, die das tragende Element der Verbindungen zwischen Paderborn und Qingdao sei. An der Chinesisch Deutschen Technischen Fakultät sei es den Studierenden beider Länder möglich, ihr Studium im Partnerland fortzusetzen. Darauf aufbauend existiere seit dem Jahre 2003 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Städten. "Rund 200 chinesische Studierende aus Qingdao befinden sich derzeit in Paderborn und wie ich bei mehreren Gesprächen mit ihnen feststellen konnte, fühlen sie sich sehr wohl bei uns", sagte Heinz Paus unter dem Beifall der großen Festversammlung. Die Verbindung zwischen Paderborn und Qingdao haben in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen. Das sei insbesondere dem Engagement der beiden Universitäten zu verdanken, so der Bürgermeister weiter. Paus sprach in den Treffen mit Zhang Hui, Bürgermeisterin der Stadt Qingdao, sowie mit Universitäts-Rektor Ma auch das Thema Konfuzius-Institut in Paderborn an. Solche Institute haben die Aufgabe, Kenntnisse über die chinesische Kultur und Sprache in der Welt zu verbreiten. Vorbild sind vergleichbare Institute für Sprache und Kultur, wie beispielsweise das deutsche Goethe-Institut. Derzeit existieren zehn Konfuzius-Institute in Deutschland, unter anderem in Berlin, weitere Bewerbungen liegen bereits vor. Seitens der Stadt Qingdao und der dortigen Universität wurde dem Paderborner Stadtoberhaupt Unterstützung für die Einrichtung eines Konfuzius-Institutes zugesichert. Auch habe man positive Signale aus dem zuständigen Ministerium in Peking. "In vielen Gesprächen habe ich gespürt, wie groß das Interesse aus der 8,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt im Norden Chinas an Paderborn ist", so Paus, der unter anderem auch Gast bei der CCPIT, der Handelskammer der chinesischen Stadt war. Den Gesprächspartnern in der 800 Kilometer östlich von Peking gelegenen Industrie- und Hafenstadt habe er deshalb viele Informationen über Paderborn und seine Wirtschaftsstruktur gegeben. Außerdem habe er auch Möglichkeiten zum Ausbau der Wirtschaftskontakte ausgelotet. Paderborner Firmen, die Kontakte nach Qingdao suchen, können sich an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn unter der Rufnummer 05251/1609050 wenden.