Gestaltung der Naturlandschaft durch große Säugetiere
Dienstag: Vortrag im Naturkundemuseum
Am Dienstag, 5. April, um 19.30 Uhr findet auf Einladung des Naturwissenschaftlichen Vereins Paderborn ein interessanter Lichtbilder-Vortrag im Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall statt. Einst lebten in Mitteleuropa viele Großtierarten, darunter Elefanten, Nashörner, Wisente, Auerochsen, Pferde, Riesenhirsche und Elche. Mit der Einwanderung des modernen Menschen während der letzten Kaltzeit starben einige Arten aus, andere überlebten aber bis in geschichtliche Zeiten, wenige bis heute. Durch Verbiss und Tritt schufen die wilden Herden eine abwechslungsreiche Naturlandschaft. Mosaike aus Weiderasen, Hochstaudenfluren, offenen Böden, Gebüschen und Wäldern boten vielen anderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Die Naturlandschaft war also artenreicher, als das bisherige Bild vom dunklen Urwald vermuten ließ. Viele Naturschützer haben erkannt, wie wichtig die natürlichen Prozesse sind, die die "Megafauna" einst auslöste. Aus diesem Grund entstanden eine Reihe von Weideprojekten, in denen auerochsenähnliche Rinder und halbwilde Pferde ganzjährig in geringer Dichte Schutzgebiete gestalten. Ein modernes Konzept erlaubt hier einen Blick in die Vergangenheit. Dr. Margret Bunzel-Drüke von der „Biologischen Station Soest“ berichtet über Theorie und Praxis der naturnahen Beweidung. Der Eintritt ist frei.