Paderborn kam positiv rüber
Stadtmarketing kann Kritik der SPD-Fraktion nicht folgen
"Anscheinend kann man versuchen, Gutes schlecht zu reden, selbst wenn die Fakten und die Eindrücke vieler Augenzeugen etwas anderes sagen." Mit diesen Worten reagiert Paderborns Stadtmarketingchef Jan von Lübtow auf die Kritik von Carsten Büsse aus der SPD-Fraktion an der Aktion "Paderborn erobert die Hauptstadt". So hieß die Aktion nämlich tatsächlich und nicht wie zu lesen war "Paderborn überzeugt die Hauptstadt". Paderborn habe ganz und gar kein provinzielles Image nach Berlin transportiert, wie behauptet wird. Über 70.000 Besucher im Stadion, davon mehr als 3.500 aus Paderborn hätten einen unterhaltsamen Nachmittag mit viel Paderborn-Präsenz vor dem Spiel, auf dem Rasen, auf den Rängen und in einer Halbzeiteinlage erlebt. "Als wir die Aktion starteten und gemeinsam mit Hertha das Ziel 70.000 Zuschauer ausgaben, wurden wir belächelt", erinnert sich von Lübtow. Jetzt kamen tatsächlich so viele Besucher, doch diese so herausragende Resonanz hat nicht davon abgehalten, das Ganze schlecht zu machen. Bürgermeister Heinz Paus, der wie Lübtow selbst im Stadion war, sieht die Gefahr, dass solch ein positiver Auftritt durch diese unangemessene Kritik wieder kaputt geredet wird. "Wenn etwas provinziell und kleinlich ist, dann ist es eine solch engstirnige Kritik", so Heinz Paus, "zumal sie von einem Fraktionsmitglied geäußert wird, das bisher im Rat noch nicht groß in Erscheinung getreten ist." Wenn sich der Kritiker von der SPD-Fraktion auch nur etwas sorgfältiger mit den Fakten beschäftigt hätte, so wäre ihm nicht entgangen, dass dies eine Aktion des Außenmarketings war. Das Bild Paderborns war durch zahlreiche Berichte in den Berliner Medien sehr positiv. Schon das ist ein Erfolg und ein Imagegewinn. Den Herr Büsse aber nicht sieht, denn mit dieser Aktion sei "vor Ort", also in Paderborn nichts hängen geblieben, sagt er. "Das war auch nicht die Absicht, denn Paderborner Innenmarketing findet nicht in Berlin statt", so Jan von Lübtow. Dass Herr Büsse nicht nur beim Slogan der Aktion so seine Mühe hatte, sondern auch noch die TAZ mit dem Berliner Tagesspiegel verwechselte, macht seine Kritik nicht gerade glaubwürdiger und lässt daran zweifeln, dass er die relevanten Zeitungsberichte tatsächlich gelesen hat. Auch die Urteile vieler Paderbornerinnen und Paderbornern, die beim Spiel dabei waren, und die Einschätzung von Hertha-Verantwortlichen sprechen eine andere Sprache und stellen die Büsse-Kritik ins Abseits: Paderborn kam positiv rüber.