Vorwürfe sind völlig haltlos

Stadt Paderborn weist Kritik des heimischen Handwerks zurück

Die erhobenen Vorwürfe des heimischen Handwerks gegen die Vergabepraxis der Stadt sind völlig haltlos. Das stellt Bürgermeister Heinz Paus fest. In einem Schreiben an Michael Lutter, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn, widerlegt Paus die von Lutter geäußerten Vorwürfe im Detail. Es entbehre jeglicher Grundlage, wenn behauptet werde, dass die Gebäudesanierung des Reismann-Gymnasiums an einen Unternehmer vergeben werden sollte, der den Bau des Rolandsbades "verbockt" habe. Es habe keine Firma am Reismann-Gymnasium Hand angelegt, die am Bau des neuen Rolandsbades beteiligt war, so Paus. Auch der Vorwurf gegenüber dem ASP, heimische Unternehmen seien bei der beschränkten Ausschreibung der Betonsanierung an der Tiefgarage Königsplatz nicht angefragt worden, sei so nicht richtig. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Fach- und Sachkunde hatte das beauftragte Fachbüro dem ASP zwölf Firmen für eine beschränkte Ausschreibung empfohlen. Tatsächlich waren darunter keine aus Paderborn und dem Umkreis. Nach Veröffentlichung der beschränkten Ausschreibung kam seitens der Kreishandwerkerschaft der Hinweis, dass durchaus eine Paderborner Firma, die bei diesen Arbeiten mit einer Firma aus Süddeutschland zusammenarbeitet, für diesen Auftrag in Frage käme. Diese Firma wurde ins Verfahren mit einbezogen, gab auch fristgerecht ein entsprechendes Angebot ab, das jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnte. Der ASP habe bereits im August 2008 Betonsanierungsarbeiten für die Tiefgarage Königsplatz öffentlich ausgeschrieben. Angebote heimischer Firmen habe es daraufhin jedoch nicht gegeben. "Vor diesem Hintergrund hätte ich es umso mehr von Ihnen erwartet, dass Sie persönlich Kontakt zu mir aufnehmen, bevor Sie in derart massiver Weise mit pauschalierten Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen", zeigte sich Heinz Paus vom Vorgehen Michael Lutters enttäuscht.