Mikroskopische Welten
Im Naturkundemuseum
Um kleinste Lebewesen geht es am Sonntag, 1. Mai, um 11 Uhr anlässlich der Sonderausstellung „H2O – Wasserfloh & Co.“ im Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall. Im Vorführraum werden Mikroskop-Filmaufnahmen gezeigt, die von Dr. Joachim Wygasch vom Naturwissenschaftlichen Verein Paderborn aufgenommen wurden. Unter dem Motto „Mikroskopische Welten“ führen sie in eine fremde, bizarre Welt – die uns eigentlich ganz nah ist. Im Wasser von Pfützen, Tümpeln und sonstigen heimischen Gewässern lässt sich mit dem Mikroskop eine Vielzahl von äußerst aktiven und häufig fast utopisch anmutenden kleinen Lebewesen entdecken. Diesmal zeigt der filmische Blick ins Mikroskop vor allem Flagellaten oder Geißelinge. Diese Einzeller besitzen eine - manchmal auch mehrere - lange Geißeln, die meist der Fortbewegung dienen. Es gibt Geißelinge mit Blattgrün, die daher zur Photosynthese befähigt sind. Diese werden häufig dem Pflanzenreich zugerechnet. Andere Flagellaten ernähren sich dagegen räuberisch von Kleinstlebewesen oder von Fäulnisstoffen und gehören daher eher zum Tierreich. Manche Arten, wie z.B. der Unruhige Änderling haben eine sehr formveränderliche Gestalt und können sich fast überall durchzwängen, andere – wie zum Beispiel die Herzgeißelinge – haben eine feste Körperform. Mit unterschiedlichen mikroskopischen Beleuchtungsverfahren werden die verschiedenen Zellstrukturen und die große Beweglichkeit der Tiere in dem Film sehr gut gezeigt. Die große Vielfalt der Arten dieser Gruppe wird durch die vielen Beispiele, die im Film zu sehen sind, sehr deutlich.