30 Jahre gut beraten
Gutachterausschuss der Stadt feiert Jubiläum
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Paderborn wird im Herbst dieses Jahres 30 Jahre alt. Im August 1981 erfolgten unter dem damaligen Leiter des Stadtvermessungsamtes, Diplom-Ingenieur Norbert Krall, die Vorarbeiten für die Gründung des Gutachterausschusses. Zum 1. Dezember 1981 bestellte die Bezirksregierung Detmold dann die ersten neun Mitglieder des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Paderborn. Als Mann der ersten Stunde ist Diplom-Ingenieur Josef Werner noch heute aktives Mitglied im Gutachterausschuss der Stadt. „Gutachterausschüsse sind die ältesten Verbraucherberatungen im Lande“, charakterisiert der derzeitige Vorsitzende des Gutachterausschusses, Diplom-Ingenieur Johannes Leßmann die Aufgaben des Ausschusses und seiner Geschäftsstelle. „In der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses bekommt jeder Kunde eine Aussage zur Angemessenheit eines Immobilienkaufpreises im Stadtgebiet von Paderborn, egal ob es sich um eine Eigentumswohnung, ein Wohngebäude oder ein unbebautes Grundstück handelt“, versichert Johannes Leßmann. Die Geschäftsstelle ist im Stadtvermessungsamt angesiedelt und im Technischen Rathaus an der Pontanusstraße 55 telefonisch unter 05251/88-1685 oder 88-1684 zu erreichen. Das Jubiläum auf Stadtebene ist eingebettet in das allgemeine Jubiläum der Gutachterausschüsse in der Bundesrepublik Deutschland, die im Jahr 2011 auf 50 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Mit Einführung des Bundesbaugesetzes 1961 hat der Gesetzgeber seinerzeit die Gründung dieser unparteiischen Institutionen veranlasst. Ihr Wissen beziehen die Gutachterausschüsse dabei insbesondere aus der sogenannten Kaufpreissammlung, die Auswertungen zu allen Immobilienkauffällen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich enthalten. „Hier möchte ich mich bei unseren Notaren bedanken, die ihrer gesetzlichen Pflicht zur Übermittlung der Kaufverträge an den Gutachterausschuss nachkommen und uns damit in die Lage versetzen, die Kaufpreissammlung mit hoher Qualität zu führen“, ergänzt Johannes Leßmann. Wie in vielen Lebensbereichen sind die Veröffentlichungen des Gutachterausschusses – dies sind die Bodenrichtwertkarte und der Grundstücksmarktbericht – in den vergangenen Jahrzehnten immer differenzierter geworden. Dieses führt letztendlich dazu, dass zum Beispiel die Bodenrichtwertkarte heute für den Laien schwieriger zu lesen ist als früher. Durch die hohe Bedeutung unserer Produkte unter anderem für das Steuerrecht werden wir natürlich auch gezwungen, die Bodenrichtwerte möglichst differenziert und 'genau' abzuleiten“, sieht Johannes Leßmann hier gewisse Zwänge. Ein Vergleich der heutigen Richtwertkarte mit der ersten, zum 31. Dezember 1981 durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Paderborn beschlossenen Karte gibt dem Vorsitzenden hier wohl Recht.