Sanierung der Heiersstraße
Gutachter wird eingeschaltet
Im Zuge der Bauarbeiten hat man sich im Fall der Heiersstraße und dem neuen Ükernplatz (mit Einmündung zur Mühlenstraße) für eine Pflasterung der Flächen als Belag entschieden. Der starke Verkehr in der Heiersstraße wurde bei der technischen Ausführung betrachtet und geprüft. Auf Grund des starken Verkehrs wurde eine Pflasterung in einer s.g. gebundenen Ausführung gewählt. Bei der gebundenen Bauweise bestehen die Tragschicht, die Bettung des Pflasters und die Fugenfüllung aus gebundenen Baustoffen mit einer sehr hohen Festigkeit. Der Vorteil dieser Bauweise ist eine höhere Tragfähigkeit und bessere Begehbarkeit. Diese Fläche ist mit einer Betonplatte vergleichbar. Bei einer solchen „Betonplatte“ ab einer bestimmten Flächengröße kann es jedoch durch Temperaturbeanspruchung zu großen inneren Spannungen kommen. Diese Spannungen haben eine Ausdehnung des Belages zur Folge. Um diese Bewegungen aufzufangen können entsprechende Bewegungsfugen eingebaut werden. Da sich die UNI Kassel im Rahmen einer Doktorarbeit intensiv mit dem Thema Bewegungsfugen beschäftigt hat, wurde von dort dem Straßen- und Brückenbauamt fachlich Hilfestellung geleistet. Auf Anraten der Wissenschaftler der Universität sollen die Bewegungsfugen nicht zeitgleich mit der Herstellung der Pflasterung sondern nachträglich eingefügt werden. Eine nachträgliche Bearbeitung der Längsrisse erfolgte durch eine Fachfirma. Da die in letzter Zeit sichtbaren Risse in den angrenzenden Pflasterbereichen derzeit noch nicht erklärbar sind, soll nun ein Gutachter eine sachkundige Schadensanalyse vornehmen. Die Wurzelbrücken im Bereich einiger Baumbeete wurden bereits erneuert, da hier ein Materialmangel festgestellt werden musste. Am 03.08.2011 wurden Kernbohrungen durchgeführt, die es ermöglichen, sowohl die eingesetzten Baumaterialien, die Ausführung der Arbeiten als auch die Tiefe und Verteilung der Risse besser zu beurteilen.