Arbeiten voll im Plan
Pflaster vor dem Rathaus wird saniert
Wenn Michael Schütte-Wyremba und Andreas Krone die mächtigen Blaubasaltsteine in den Bettungsmörtel legen und sie anschließend mit einem Gummihammer ausrichten, dann wissen die beiden Pflasterer von der Paderborner Firma Wilhelm Schütte, das wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn alle paar Jahre ist die Busspur vor dem Rathaus und am Marienplatz fällig. Dann muss das Pflaster wieder saniert werden. Obwohl ein aus Beton und Asphalt bestehender starker Unterbau für Festigkeit sorgt, lassen sich dauerhaft Schäden nicht vermeiden. Etwa 400 Busse sind täglich auf dem Stück zwischen Rathaus und Marienplatz unterwegs. Deren Last und das durch die Schräge bedingte Abbremsen bringen selbst die mit einem speziellen Mörtel verfugten Steine zum Wackeln. Wenn dann noch Wasser eindringt und der Frost seine Kräfte spielen lässt, ist es um die eine oder andere Fuge geschehen. "Wir setzen jetzt beim Bettungsmörtel und dem Fugenmörtel neuartige Werkstoffe ein, die noch robuster sind und damit länger halten sollen", sieht Rudolf Kirchhoff vom Straßen- und Brückenbauamt eine Möglichkeit, die Abstände zwischen den Sanierungen zu verlängern. Die Schäden der Busspur waren der Grund für das Straßen- und Brückenbauamt der Stadt, die buslose Libori-Zeit auf dem Stück zwischen Marienstraße und Kamp zu verlängern. Anfang September sollen die Busse des PaderSprinters wieder durch die Fußgängerzone fahren können. Die Arbeiten, die am 2. August begonnen hatten, liegen voll im Plan, so dass der Termin der Fertigstellung Anfang September gehalten werden kann. Auch die Kosten von 50.000 Euro für die Sanierung des Pflasters und 40.000 Euro für die Sanierung der Haltestelle am Rathaus werden eingehalten. Das Straßen- und Brückenbauamt der Stadt Paderborn nutzt extra die verkehrsärmere Zeit, um in diesem Bereich vorhandene Schäden auszubessern. Die Bushaltestelle am Rathausplatz wird auch erneuert. Das war zuletzt 1996 geschehen. Wenn mitunter sanierte Bereiche länger abgesperrt bleiben, ohne dass ein Arbeiter dort zu sehen ist, dann hat das einen guten Grund. Der spezielle Fugenmörtel braucht seine Zeit, bevor er richtig fest ist und darf vorher nicht befahren werden. Das ist umso wichtiger, damit das Pflaster den ab September wieder zu erwartenden Belastungen gewachsen ist. Schon jetzt möchte sich das Straßen- und Brückenbauamt der Stadt bei Anwohnern, Geschäftsleuten und Hochzeitspaaren für deren Verständnis für diese notwendige Sanierung und die damit verbundenen Behinderungen und Lärmbelästigungen bedanken.