Wie baut man eine Kathedrale?

Werkstattgespräch am Sonntag

© Stadt Paderborn

Am Sonntag, 18. Dezember, um 11.00 werden Dr. Norbert Börste und Robert Gündchen die Entstehung einer Kathedrale am Beispiel des Paderborner Domes im Rahmen der Ausstellung „Lichtgewänder“ in der Sammlung Nachtmann im Marstall mit Fotos, Illustrationen und Filmausschnitten vorstellen. Im 13. Jahrhundert, einer Epoche häufiger Konfrontationen und zahlloser kriegerischer Auseinandersetzungen, aber ebenso einem Zeitalter des geistigen, theologischen, politischen, wirtschaftlichen und technischen Aufbruchs, entstanden in den westfälischen Bischofsstädten neue Dombauten. Eingeleitet wurde dieser „Bauboom“ ab 1210 mit dem Beginn der Ostteile in Minden, um ca. 1220 folgte der Neubau des Westchores in Paderborn, im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts startete der Baubeginn des Langhauses des Osnabrücker Domes, 1225 die Grundsteinlegung in Münster und 1264 die Weihe des neuen Domes. Speziell die Jahrzehnte zwischen 1230 und 1250/70 gehören zu den ergiebigsten in der der deutschen Architektur- und Skulpturengeschichte und gerade zu dieser Zeit entstehen auch die neuen westfälischen Domkirchen wie der Paderborner Dom. Norbert Börste hat von 1978 -1983 die Domrestaurierung begleitet und die Baugeschichte des bestehenden Paderborner Domes im Rahmen eines Promotionsprojektes der Universität Münster erforscht, die nun aktualisiert worden ist im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes der Paderborner Domfenster vom Mittelalter bis heute.