Klassik mit einem Hauch Weltmusik

Jetzt Karten fürs Neujahrskonzert am 2. Januar sichern

Die Nordwestdeutsche Philharmonie gibt ihr Neujahrskonzert in Paderborn auch 2012 wieder am 2. Januar um 19.30 Uhr in der Paderhalle. Karten von 7,50 Euro bis 25 Euro gibt es im Ticket-Center am Marienplatz, Tel. 05251/299750. Besonderer Tipp: Den Pausen-Neujahrs-Sekt gleich vor dem Konzert vorbestellen und bezahlen, dann vermeidet man langes Anstehen in der Pause. In diesem Jahr ist das klassische Konzert weltmusikalisch angehaucht und heißt „Ferne Welten – Walzerwelten“. Den Beginn macht zwar der gute alte „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß, aber im „Persischen Marsch“ ist auch zu hören, wie sich der österreichische Walzerkönig den Iran vorstellte. Weitere Walzer werden von dem armenischen Komponisten Aram Khachaturian und dem amerikanischen Musical-Komponisten Richard Rodgers beigesteuert, beide bestimmt nicht wienerisch. Und wie kommt ein Russe in die Südsee? Mit Schostakowitschs „Tahiti-Trot“, einer Bearbeitung der bekannte Melodie „Tea for Two“ von Vincent Youman. Der Solist Adrian Mears ist eigentlich Jazz-Posaunist und spielt auch seinen eigenen Jazz-Walzer für Posaune und Orchester, den „Walzer für Jäger und Sammler“. Außerdem hat er aus seiner australischen Heimat ein Digeridoo mitgebracht, auf dem er zum Beispiel eine „Meersalz-Serenade“ zusammen mit dem Orchester spielt. Aus Australien kommt auch das Känguru, das zusammen mit anderen exotischen Tieren in Auszügen aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns zu hören ist. Allem Anschein zum Trotz am wenigsten exotisch ist der Dirigent Kevin John Edusei, denn er trägt zwar einen englisch-afrikanischen Namen und hat dunkle Hautfarbe, aber als gebürtiger Bielefelder ist er ein echter Ostwestfale, wenn auch sein Vater aus Ghana stammt. Der 35-jährige war stellvertretender Generalmusikdirektor in Bielefeld und Augsburg und erhält inzwischen Einladungen als Gastdirigent ans Pult europäischer Klangkörper wie den St. Petersburger Philharmonikern, dem Konzerthaus-Orchester Berlin, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Residentie Orkest Den Haag, der Deutschen Staatsphilharmonie, den Hamburger Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester, dem Ensemble Modern Frankfurt und an die Sächsische Staatsoper Dresden. Mit Goethes „Zauberlehrling“ in der Vertonung von Paul Dukas löst er am Ende des Konzerts das Gewirr der musikalischen Geister, die er rief, wieder auf.