Zusammenarbeit stärken

Erstes Treffen der Integrationsräte aus OWL

© Stadt Paderborn

Paderborn/Bielefeld (IP). Die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der gewählten Integrationsräte in der Region betonte Ayhan Demir in Bielefeld. Der Vorsitzende des Paderborner Integrationsrates sagte beim ersten Treffen der Integrationsräte: "OWL ist eine Einwanderungsregion, die Integration und gleichberechtigte Teilhabe von Eingewanderten fördert. Integration ist gelungen, wenn die eingewanderten Menschen gleichberechtigt am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Leben teilhaben." Neben Ayhan Demir nahmen der Integrationsbeauftragte der Stadt Paderborn, Marcus Heidebrecht, sowie Vorsitzende und Geschäftsführer der Integrationsräte aus Bünde, Gütersloh, Harsewinkel, Herford und Minden an diesem Treffen teil. Marcus Heidebrecht ging auf den Wunsch der Integrationsräte ein, als politisch legitimierte Gremien durch eine verbindliche und intensive Zusammenarbeit diesen Prozess in der Region aktiv mitgestalten zu wollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass Integration über das friedliche Nebeneinander von Einheimischen und Eingewanderten hinausgeht. Es handele sich um einen wechselseitigen Prozess, der Offenheit, Akzeptanz und Dialog von allen Teilen der Stadtgesellschaft erfordere. Integration bedeute, sich gegenseitig anzuerkennen und gemeinsam für die hiesige Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Die Integrationsräte wollen sich künftig durch ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen in die jeweiligen Kommunen einbringen. Ziel sei es, ein besseres konstruktives Zusammenwirken von Rat und Migrantenvertretung im kommunalpolitischen Prozess zu erreichen. Die Integrationsräte sehen eine kontinuierliche und verantwortungsgeprägte Zusammenarbeit mit allen gesellschaftspolitischen Akteuren vor Ort als Grundlage für eine gelingende Integration in der jeweiligen Stadt. In dieser ersten Zusammenkunft wurden die Themen festgelegt, mit denen sich die Gremien vorrangig in der laufenden Legislaturperiode befassen wollen. Es sind die Sprachkompetenz, die Bildung und Ausbildung, die Maßnahmen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung wie auch mehr Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit. Außerdem soll noch stärker als bisher der Kontakt zu den Migrantenvereinen in der Region geknüpft und gefestigt werden. In ihrer ersten Sitzung befassten sich die politischen Vertreterinnen und Vertreter der Migrantinnen und Migranten in der Region auch noch mit dem „5. Integrationskongress OWL 2011“, der am 7. Oktober im Kreis Paderborn stattfinden soll.