Abzugspläne der Briten brauchen noch Zeit

Bürgermeister Heinz Paus im NRW-Wirtschaftsministerium

Paderborn/Düsseldorf (IP). Vor Mai, Juni dieses Jahres ist nicht damit zu rechnen, dass die britischen Streitkräfte ihre Abzugspläne konkretisieren. Nach Aussagen der Briten kann es sogar September werden. Das erfuhr Bürgermeister Heinz Paus am Donnerstag in Düsseldorf. Gemeinsam mit Thomas Jürgenschellert vom Stadtplanungsamt, der die entsprechende Arbeitsgruppe der Paderborner Stadtverwaltung leitet, nahm der Bürgermeister an einer Informationsveranstaltung des NRW-Wirtschaftsministeriums teil. Anwesend waren dort außerdem Vertreter aus den NRW-Städten, die ebenfalls von den Abzugsplänen der Briten betroffen sind. In dem Gespräch ging es auch um die Erfahrungen von Städten, aus denen sich die Briten bereits zurückgezogen haben. Außerdem wurde thematisiert, wie das Land den Umstrukturierungsprozess in den betroffenen Städten und Gemeinden unterstützen kann. Die Teilnehmer des Treffens waren sich einig, dass es das Beste wäre, wenn die britischen Streitkräfte noch länger als 2020 bleiben würden. Falls das aber nicht der Fall sein sollte, müsse die Stadt dafür gewappnet sein, so Paus. Neben der Bildung der Arbeitsgruppe "PB 2020" und der Behandlung des Themas im Rat hatten Mitglieder des Hauptausschusses und Planungsexperten aus der Stadtverwaltung im November des letzten Jahres drei Kasernen im Stadtgebiet besucht. Vor Ort hatte man sich in Gesprächen mit den Briten einen Überblick über die Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße, die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus sowie die Barker-Kaserne an der Driburger Straße gemacht.