Rathaus wird zum Marktplatz
Neues Projekt bringt Unternehmen und Gemeinnützige zusammen
Gemeinnützige Organisationen aus Paderborn suchen nach Unterstützern aus der Wirtschaft. Wirtschaftsunternehmen suchen nach vertrauenswürdigen Gegenübern aus der Welt der Vereine. Wie findet jeder für sich den passenden Partner? Diese Frage beantworten will die Aktion „Marktplatz“. Bürgermeister Heinz Paus, der das Projekt jetzt vorgestellt hat: „Wir wollen, dass sich Unternehmen und Gemeinnützige in unterhaltsamer Atmosphäre treffen und gegenseitige Unterstützung in einem konkreten Projekt vereinbaren. Das besonders Spannende dabei ist: Zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen darf kein Geld fließen.“ Am 25. Mai wird das Paderborner Rathaus zum ersten Mal zum „Marktplatz“. Hier kommen im Rahmen des Projekts Unternehmer und gemeinnützige Einrichtungen aus dem Paderborner Stadtgebiet zusammen. Mitorganisatorin Annette Förster, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG): „Treffen werden sich Unternehmen, die sich über ihren Firmenalltag hinaus für das Gemeinwesen einsetzen möchten, und Gemeinnützige, die ungewöhnliche Wege gehen, um Unterstützer für die Umsetzung ihrer Projekte zu finden.“ Unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Paderborn. Deren Engagement erläutert Dezernent Wolfgang Walter so: „Wir sind der Überzeugung, dass die kooperativ-spielerische Art der Begegnung gute Geschäfte herbeiführt, weil sie auf gleicher Augenhöhe stattfindet und beide Seite davon profitieren.“ Ansprechpartner für Unternehmen ist die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld und Warburg (IHK). Geschäftsführer Jürgen Behlke: „Unternehmen können durch den ‚Marktplatz‘ ihre Stärken im gesellschaftlichen Engagement ausspielen. Sie können mit Sachleistungen, mit Personalzeit und mit ihrer Kompetenz Unterstützung liefern.“ Für Gemeinnützige ist Ansprechparter „Der Paritätische Nordrhein-Westfalen“, Kreisgruppe Paderborn. Geschäftsführerin Kerstin Weitemeier: „Durch den ‚Marktplatz‘ können Gemeinwohl-Organisationen mit zusätzlichen Ressourcen ihre Ziele erreichen. Auch als Non-Profit-Organisation können sie der Wirtschaft interessante Offerten machen. Sie bieten Mitwirkung bei Projekten an und damit einen einzigartigen Zugang zum zivilgesellschaften Leben.“ Die Wohlfahrts- und Unternehmensverbände, Stiftungen und kommunale Akteure aus Paderborn möchten mit der Marktplatz-Methode einen Impuls für mehr und robuste Kooperationen geben, die getragen sind von Dialog, Transparenz und Effizienz. „Diese innovativen Formen der Zusammenarbeit“, so Caritas-Geschäftsführer Patrick Wilk, „fördern eine neue Sichtweise für gesellschaftliche Herausforderungen.“ Bürgermeister Heinz Paus macht deutlich, dass die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft durch das gemeinsame Engagement von gemeinnützigen Organisationen und Wirtschaftsunternehmen gestärkt wird. „Die Marktplatz-Methode“, so der Bürgermeister, „ist Teil einer aktiv praktizierten gesellschaftlichen Verantwortung.“