Wenig verständlich

Stadt Paderborn bedauert Wegfall von Hella-Produktion

"Es ist für uns wenig verständlich und schwer nachvollziehbar, dass Hella diese moderne Produktionsstätte in Paderborn schließen will". Mit diesen Worten reagierte Bürgermeister Heinz Paus auf die am Freitag von Hella angekündigte Nachricht. Am Freitagmittag hatte ihn der Hella-Personalchef Stefan Osterhage über die für Paderborn missliche Entscheidung des Familienunternehmens informiert. Trotz aktuell guter Auftragslage sei die Wettbewerbsfähigkeit der Heckleuchtenproduktion in Paderborn auf Dauer nicht mehr gegeben, hatte der Hella-Personalchef dem Bürgermeister dargelegt. Heinz Paus, dem insbesondere das Schicksal der 700 Beschäftigten in dem Werk im Gewerbegebiet "Hella-Barkhausen" am Herzen liegt, ist sehr enttäuscht über die Hella-Entscheidung. Die Stadt habe Hella bei der Umsiedlung von der Dessauer Straße an den jetzigen Standort ganz intensiv unterstützt. Man habe die alten Standorte abgekauft, Hella das neue Grundstück an der B 1 zu moderaten Preisen überlassen und dort für die entsprechende Infrastruktur gesorgt. "Wir haben uns für Hella mächtig ins Zeug gelegt, weil gerade Produktionsarbeitsplätze für Paderborn sehr wichtig sind. Wenn dieses moderne Werk geschlossen werden soll, dann ist das für uns ein ganz herber Schlag", so Heinz Paus, der dabei insbesondere an die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hella in Paderborn denkt. Umgehend will er deshalb Kontakt mit dem Hella-Betriebsrat aufnehmen.