Necla Kelek zu Gast in Paderborn

Karten bereits im Vorverkauf

© Wolfgang BorrsNecla Kelek

Die türkische Bestseller-Autorin Necla Kelek ist zu Gast in Paderborn. Auf Einladung der Buchhandlung Linnemann und der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn wird sie in der Aula des Theodorianums am Mittwoch, 16. März, um 20 Uhr aus ihrem Buch "Himmelsreise" lesen. Der Kartenvorverkauf in den Linnemann-Buchhandlungen hat bereits begonnen. Necla Kelek, in Istanbul geboren, hat in Deutschland Volkswirtschaft und Soziologie studiert und über „Islam im Alltag“ promoviert. Sie forscht seit Jahren zu den Themen Religion und Migration, ist ständiges Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Bücher „Die fremde Braut“, „Die verlorenen Söhne“ und „Bittersüße Heimat“ sind Bestseller und haben die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Necla Kelek wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Geschwister-Scholl-Preis, der CORINE und zuletzt mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis. In ihrem neuen Buch „Himmelsreise – Mein Streit mit den Wächtern des Islam“ wendet sich Necla Kelek gegen die Verharmlosung des Islam und weist nach, dass er immer Lebenskonzept, Ideologie und Politik zugleich ist. Über vier Millionen Muslime leben in Deutschland, und viele von ihnen sind gut integriert. Religion ist Teil ihrer kulturellen Identität. Sie wollen in dieser Gesellschaft ankommen, ohne von ihrem Glauben zu lassen. Aber es ist eine schweigende Mehrheit. Lauter sind jene, die demonstrativ Zeichen der Abgrenzung gegen die „Ungläubigen“ setzen und behaupten, dabei den Gesetzen ihrer Religion zu folgen. Mit diesen islamischen Traditionalisten, die Glauben zu Politik machen und sich zugleich als Opfer der hiesigen Gesellschaft stilisieren, setzt sich Necla Kelek auseinander. Ihnen stellt sie in einer „kleinen Koranschule“ eine aufgeklärte Lesart des Heiligen Buches entgegen, die über Entstehung und Hintergründe des Islam informiert: Auf das Heilige Buch kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Ihr Credo: Wir müssen den Glauben von seinem patriarchalischen Missbrauch befreien und ihn spirituell rehabilitieren. Und endlich die Probleme anpacken, die unübersehbar mit den Muslimen verknüpft sind – zum Beispiel die verweigerte Gleichberechtigung der Frauen und die mangelnde Bildung der Kinder.