Seine Heimatstadt lag ihm am Herzen
Stadt Paderborn trauert um Detlef Klaholt-Heiermeyer
Harmonie war ihm wichtig. Politische Entscheidungen mit möglichst großen Mehrheiten zu treffen, war ihm ein Bedürfnis. Als ein Mann des Ausgleichs hatte er dabei stets das Wohl seiner Heimatstadt im Blick. Seit Freitagabend hat Paderborn einen sympathischen Botschafter und engagierten Bürger verloren. Nach schwerer Krankheit verstarb Detlef Klaholt-Heiermeyer im Alter von 63 Jahren. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Paderborner Stadtrat hat sich bis zuletzt mit ganzer Kraft für die Entwicklung Paderborns eingesetzt. "Seine Heimatstadt lag ihm stets am Herzen. Auch von Widerständen ließ er sich nicht beirren und stand zu seinem Wort. Ich danke ihm für seine Loyalität", so Bürgermeister Heinz Paus. Seit 1992 gehörte Detlef Klaholt-Heiermeyer dem Rat der Stadt Paderborn an. Mehr als fünf Jahre stand er an der Spitze der größten Fraktion im Paderborner Stadtrat. Besonders setzte er sich für die Belange der Wirtschaft, des Handels und des Paderborner Sports ein. Der Wirtschaft und dem Handel beste Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um Arbeitsplätze zu schaffen und damit seiner Heimatstadt Zukunftsperspektiven zu geben, das war ihm ein ganz großes Anliegen. Er arbeitete deshalb tatkräftig mit großem Verantwortungsbewusstsein in einer Reihe von Ausschüssen und Arbeitsgruppen des Paderborner Stadtrates mit. In wichtigen Gremien, wie beispielsweise der Bürgerstiftung Paderborn, dem Aufsichtsrat von E.ON Westfalen Weser und dem Verwaltungsrat der Sparkasse, vertrat er die Interessen der Stadt Paderborn mit großem Nachdruck. Als "Bürgermeister der Westernstraße" hatte sich der selbstständige Friseurmeister mit seiner hilfsbereiten und offenen Art nicht nur bei seinen Nachbarn einen guten Namen gemacht. Den Menschen zuhören, ihre Meinung mitnehmen in die politischen Beratungen - das war Detlef Klaholt-Heiermeyer stets wichtig. Seine vielen Kontakte und Verbindungen machten es ihm möglich, Entscheidungen im wohlverstandenen Interesse seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger zu treffen. Als ehemaliger aktiver Schwimmer galt sein besonderes Interesse der Entwicklung des Paderborner Sports. Zwölf Jahre lang war er als Vorsitzender des Paderborner Ausschusses für Sport und Freizeit ein wichtiger Ideengeber. Dass Paderborn seine Sporttalente nach besten Möglichkeiten fördern sollte, war ihm ein Anliegen. Deshalb hat er über viele Jahre als Vorsitzender des Vereins "Pro Leistungssport" in dieser Hinsicht alles getan. Durch sein Engagement auf diesem Gebiet hat er sich über Parteigrenzen hinweg Anerkennung erworben und galt als wichtiger Repräsentant der Paderborner Sportszene. Als Paderborner mit Leib und Seele war Detlef Klaholt-Heiermeyer dem Libori-Fest sehr verbunden. Für die Anliegen der Schausteller hatte er stets ein offenes Ohr.