Weil Leistung wichtig ist
Bürgermeister Heinz Paus ehrte die besten Abiturienten der Stadt
"Ich gratuliere Ihnen im Namen aller Paderbornerinnen und Paderborner zum Abitur. Sie haben damit ein wichtiges Fundament für die künftige Entwicklung gelegt." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Heinz Paus 50 Abiturienten und Absolventen der Abendrealschule im Paderborner Rathaus. "Sie haben sich in besonderer Weise im schulischen und sozialen Bereich engagiert und diese Leistung gilt es zu würdigen", so Heinz Paus. Es sei an der Zeit, nicht nur die besten Sportler oder auch die besten Musiker zu ehren. Es sei mindestens genauso wichtig, dass es immer wieder junge Menschen gibt, die tolle Schulabschlüsse erreichen und damit die Möglichkeiten der wirklich beispielhaften Paderborner Schullandschaft nutzen. Deshalb habe er seit 2007 diese Schülerehrung eingeführt. "Wir brauchen in Paderborn junge Menschen, die bereit sind, sich anzustrengen, die neugierig sind auf zusätzliches Wissen, die vorankommen wollen, die nicht bequem die Hände in den Schoß legen, sondern ihren Weg im Leben persönlich gestalten, die Erfolg haben wollen", unterstrich Heinz Paus. Nur mit gut ausgebildeten, engagierten Mitarbeitern gelinge es, gute Produkte herzustellen, die wiederum Grundlage für den Erfolg der Paderborner Unternehmen sind. Im Paderborner Rathaus konnte Paus neben Vertretern des Rates und dem Schuldezernenten Wolfgang Walter die Ehrenringträger Elsbeth Menneken und Josef Hackfort sowie Elternvertreter und Schulleiter begrüßen. Er zollte auch den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern großes Lob. "Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie unsere Gäste auf ihrem Bildungsweg begleitet, Leistungen gefordert und gefördert haben und wichtige Begleiter auf einem entscheidenden Lebensweg waren." Ihre Freude über diese Veranstaltung brachte Prof. Dr. Christine Silberhorn zum Ausdruck. In ihrem Festvortrag gab die Forscherin in der integrierten Quantenoptik an der Universität Paderborn und Leibniz-Preisträgerin der Deutschen Forschungsgemeinschaft den jungen Leuten Tipps mit auf den Weg. Am eigenen Beispiel machte sie deutlich, dass nicht immer der gerade Weg zum Ziel führen muss. "Wie kommt man dazu Physikprofessorin zu werden?", fragte sie eingangs und verschwieg in ihrer Antwort nicht, dass sie eigentlich Mathematiklehrerin werden wollte. "Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht", so Silberhorn. Mut sprach sie gerade den Abiturientinnen zu, sich den Naturwissenschaften zu widmen. Auch Frauen, wie das Beispiel der Physikerin Marie Curie zeige, spielten in der Forschung eine Rolle - wenn auch leiser als ihre Kollegen. "Ich würde mich freuen, wenn ich die eine oder den anderen aus diesem Kreis an der Universität Paderborn wiedersehen könnte", rührte die Forscherin die Werbetrommel für die heimische Uni. Dass Forschung durchaus auch lustige Seiten hat, davon wusste Prof. Dr. Christine Silberhorn auch zu berichten. Unvergessen sei ihr der Ausspruch eines Schülers, der beim Tag der offenen Tür an der Uni ein von ihr vorbereitetes komplexes physikalisches Experiment verfolgte. Beim Rausgehen kommentierte er die Vielzahl der Geräte und Apparate mit den Worten: "Die hätten hier eigentlich auch mal aufräumen können."