Viele Menschen zusammengebracht

Integrationsrats-Vorsitzender Ayhan Demir kann Kritik nicht nachvollziehen

"Was 14 Jahre auf zwanglose und lebendige Art und Weise einen immer größeren Kreis von Menschen verschiedener Nationalitäten zusammengebracht hat, kann so schlecht nicht gewesen sein. Ansonsten hätten wir nicht die 14. Auflage des Festes der Begegnung gefeiert, sondern das Fest längst eingestellt." Mit diesen Worten reagierte Ayhan Demir, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Paderborn auf die Kritik am Fest der Begegnung vom SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Rainer Rings und der Unternehmerin und Marketing-Expertin Nilgün Özel. Das Fest in seiner jetzigen Form lasse die Gemeinschaft verschiedener Nationalitäten jedes Jahr weiter zusammenwachsen, dazu müsse das Konzept aber nicht grundlegend geändert werden. "Das Fest ist eine Bühne für die ausländischen Vereine, die sich in ihrer Vielfalt dort präsentieren. Wir beabsichtigen daraus kein zweites Schützenfest oder ein Fest für Musik- und Sportvereine zu machen", wendet sich Demir gegen die Forderung der Beiden, mehr noch deutsche Vereine beim Fest der Begegnung einzubinden. Wenn Besucher an Ständen mit den Menschen aus den unterschiedlichen Kulturen ins Gespräch kommen, sei das doch wichtig und richtig. Es sei aber weniger wichtig, ob fünf Meter neben diesem Stand ein Schützen- oder ein Sportverein seinen Stand aufgebaut habe, so Demir. "Natürlich ist die Integration ein vielfältiges Gebiet und es steht noch viel Arbeit vor uns, aber das Fest der Begegnung zeigt jedes Jahr, dass wir vieles bewirken können", zieht der Vorsitzende des Integrationsrates eine erfolgreiche Bilanz. Er sei durchaus offen für Anregungen, die zum Charakter dieses Festes passen. Neunmalkluge Hinweise über die Medien an die Veranstalter nähren eher den Verdacht, dass das Eigenmarketing der Kritiker einen höheren Stellenwert hat als das Thema selbst. "Warum haben Herr Rings und Frau Özel nicht einfach den Weg über den veranstaltenden Integrationsrat gesucht?", fragt sich Ayhan Demir. Mit seinem bisher so erfolgreichen Konzept sei das Fest der Begegnung nicht nur ein Fest, sondern auch ein Zusammentreffen verschiedener Nationen und ein kultureller Austausch. Demir: "Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr noch mehr Vereine bzw. Organisationen mitwirken."