Paderborn hat ersten Luftreinhalteplan in OWL

Regierungspräsidentin und Bürgermeister informierten

© Stadt Paderborn

Paderborn/Detmold. Die Bezirksregierung Detmold hat für das Stadtgebiet Paderborn einen neuen Luftreinhalteplan aufgestellt. Der Plan ist der erste, der in OWL in Kraft tritt. Er war notwendig geworden, da der Immissionsgrenzwert für Stickstoffdioxid im Bereich von Friedrichstraße und Bahnhofstraße überschritten wurde. In der "EU-Luftqualitätsrichtlinie" sind Grenzwerte für Immissionen verbindlich festgelegt. Eine Einhaltung dieser Grenzwerte ist notwendig, um schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Am 21. Juli ist der neue Luftreinhalteplan für die Stadt Paderborn in Kraft getreten. Bei einem Pressegespräch in der Paderborner Stadtverwaltung präsentierten Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Bürgermeister Heinz Paus den neuen Plan. Prof. Egon de Groot, Dezernent für Immissionsschutz der Bezirksregierung, Dr. Frank Becker, Leiter des Paderborner Amtes für Umweltschutz und Grünflächen und Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn, stellten dabei die konkreten Maßnahmen vor, die jetzt im Paderborner Stadtgebiet für eine bessere Luftqualität sorgen sollen. Die Bezirksregierung Detmold hatte im November 2008 eine Projektgruppe für die Erstellung des neuen Luftreinhalteplans eingesetzt. Daran mitgearbeitet haben jeweils Vertreter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, der Stadt Paderborn, der ÖPNV-Betreiber, der Naturschutzverbände, der IHK und der Kreishandwerkerschaft. „Die Projektgruppe hat sehr effizient zusammengewirkt. „Der Paderborner Luftreinhalteplan ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, lobte die Regierungspräsidentin die Arbeit der Projektgruppe. Gemeinsam hatte die Gruppe den Verkehr als Hauptursache für die Überschreitung der Grenzwerte ermittelt und einen Katalog von Einzelmaßnahmen mit entsprechenden Verkehrsmaßnahmen aufgestellt. Dazu zählen unter anderem Verkehrsbeschränkungen für LKWs in der Friedrichstraße und eine Umrüstung der Fahrzeugflotte des ÖPNV auf neueste Abgastechnologie. „Seit Jahren spielt der Umweltschutz beim PaderSprinter, dem Nahverkehrsunternehmen in Paderborn, eine große Rolle. Alle 90 Busse tragen die grüne Umweltplakette. Auf freiwilliger Basis wurden in den letzten beiden Jahren in Altfahrzeuge speziell stickstoffdioxid-optimierte Filtersysteme eingebaut und damit bereits ein wichtiger Beitrag zur Luftqualität in Paderborn geleistet“, so Bürgermeister Heinz Paus. Mit regelmäßigen Messungen der Werte wird weiter geprüft, ob die Maßnahmen greifen und die gewünschte Wirkung erzielen. Der Luftreinhalteplan ist unter www.brdt.nrw.de abrufbar.