Dritte Gesamtschule soll zum Niesenteich

Interfraktionelle Arbeitsgruppe erarbeitet Lösungsvorschlag

Für die kommende Schulausschusssitzung am 7.Juli bereitet die Schulverwaltung eine erneute Beschlussvorlage zum Thema dritte Gesamtschule vor. „Dieser Errichtungsbeschluss ist das Ergebnis", so Beigeordneter Wolfgang Walter, "einer interfraktionellen Arbeitsgruppe, die in den letzten Wochen auf Einladung des Schulausschussvorsitzenden Ulrich Graben (Bündnis 90/Die Grünen) mehrfach mit der Verwaltung getagt hat, um eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für die Neuerrichtung einer Gesamtschule in Paderborn zu finden.“ Die wesentlichen Weichenstellungen der Lösung betreffen die Hauptschule Niesenteich, die Hauptschule Kilian und die Realschule Niesenteich. Der neuen Gesamtschule soll dementsprechend auf Zukunft das gesamte Schulzentrum am Niesenteich als Standort dienen, so dass die Hauptschule beginnend mit dem Schuljahr 2012/13 auslaufen wird. Für die Realschule Niesenteich sieht das Konzept eine zweizügige Weiterführung in den Räumlichkeiten der jetzigen Kilian Hauptschule, die auch beginnend mit dem Schuljahr 2012/13 auslaufen würde. Die Fortführung der Realschule ist deshalb notwendig, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Eltern ihre Kinder, die eine Realschulempfehlung haben, diese auch an der neuen Gesamtschule anmelden werden. Darüber hinaus wäre damit auch in der Südstadt der Standort für die Zukunft einer Sekundarstufenschule gesichert. In einem ersten gemeinsamen Gespräch mit den betroffenen Schulleitungen und Elternvertretern machte Ratsherr Graben und der Fraktionsvorsitzende der CDU Markus Mertens als stellvertretender Schulausschussvorsitzender deutlich, dass sich die Ratsfraktionen ausführlich mit dieser Variante beschäftigt haben und zu erwarten ist, dass ein entsprechender Beschluss mit großer Mehrheit gefasst werden würde. Auf der Basis diesen „kleinen Paderborner Schulfriedens“ könnte die dritte Gesamtschule zum Schuljahr 2012/13 ihr Pforten am Niesenteich öffnen, wenn - diese Einschränkung müsse laut Wolfgang Walter gemacht werden - sich auch die 112 Paderborner Kinder, die allein aus der Stadt sein müssen, finden, die die Schule besuchen wollen.