Warum ich mit 19 Paderborn verließ...
Jugendtheater mit skurrilem Paderborn-Stück
„Warum ich mit 19 Paderborn verließ..“ heißt das neue Theaterstück des Jugendtheaterensembles des Kulturamts. Die Premiere des skurrilen Paderborn-Stücks findet am 24. März um 19.30 Uhr im Museum für Stadtgeschichte (Adam und Eva Haus) statt. Weitere Aufführungen folgen am 25. März sowie am 1. und am 2. April jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Museum für Stadtgeschichte, Adam- und- Eva Haus, Hathumarstr.7-9, 33098 Paderborn. Bei Schulklassen wird um telefonische Voranmeldung gebeten: 05251/8823501. Für Schulklassen können gegebenenfalls noch Zusatztermine vereinbart werden. „Warum ich mit 19 Paderborn verließ..“ ist ein skurriles Theaterstück über Lebenspläne und das Erwachsenwerden. Dreizehn junge Schauspieler im Alter zwischen 9 und 18 Jahren haben unter der Leitung der Theaterregisseurin Ann-Britta Dohle das Stück selbst entwickelt und beschäftigen sich mit wichtigen Fragen: Wie sieht die Lebensplanung der Jugendlichen heute aus? Welche Rolle spielt dabei die Heimatstadt, empfinden sie diese als hilfreich oder hinderlich? Bloß weg vom Fleck oder hier bleiben? Als Leitfiguren bei der Stückentwicklung dienten Heinrich Aldegrever (Kupferstecher, 1502-1555) und Willy Lucas (Maler, 1884-1918), beides Paderborner Künstler, die bereits aus ganz unterschiedlichen Gründen jeweils das Weite gesucht haben und im Museum für Stadtgeschichte ihren Platz haben. „Warum ich mit 19 Paderborn verließ“ ist zum einen eine Gesellschaftsfarce und kritische Auseinandersetzung mit Provinzialität, Großstadtbemühungen und generellen Zeitphänomenen in Paderborn, zum anderen ein skurriles Theaterstück über die Schwierigkeiten erwachsen zu werden, über Ängste und Verletzlichkeit, über die Notwendigkeit, sich von Vertrautem zu lösen und an seine eigenen Stärken zu glauben, auch wenn alles dagegen zu sprechen scheint. Hauptperson des Stücks ist Annemarie, die in Paderborn ausreichend Abstand von Elternhaus und Dorfidyll sucht, aber hier auf sehr merkwürdige Stadtführer trifft, die ihr tiefe Einblicke in die Stadtgeschehnisse ermöglichen. Außerdem trifft Annemarie Menschen, die sie nicht mehr loslassen: Künstler mit Visionen und Versagensängsten, Neider, Macher, Schulabgänger und andere mehr. Während Annemarie Orientierung sucht, ist ihr ihre Horror-Familie immer dicht auf den Fersen.