Häufchenweise Lob

Paderborn wird Letzter und kann sich freuen

Wo ist die Wahrscheinlichkeit am größten, in einen Hundehaufen zu treten? Das fragte "1live" in seinem Sektor-Report. Der WDR-Jugendsender zählte zwar nicht die Haufen, dafür aber Hundetüten-Spender, Straßenkehrer und natürlich die Hunde. Das Ergebnis: Bochum, Gütersloh und Oberhausen sind die Städte mit den meisten Hundehaufen. Paderborn landet auf dem letzten Platz und kann sich freuen. Denn hier ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten, die sogenannten Tretminen am Schuhwerk zu haben. Und das, obwohl 5.141 Hunde in Paderborn durchaus auch mal ihr Häufchen machen. Doch immer mehr Herrchen und Frauchen greifen kostenlos auf die 35 Hundetüten-Spender zurück oder haben ihre eigene Tüte dabei. Fleißige ASP-Mitarbeiter kümmern sich sieben Tage in der Woche im Schichtbetrieb von 5 bis 21 Uhr um die Sauberkeit in der Stadt und sind unter anderem mit einer Spezialkleinkehrmaschine und Handkarren unterwegs. An der ASP-Dreck-Weg-Hotline gehen jährlich etwa 150 Anregungen und Beschwerden ein, die, sofern der ASP zuständig ist, innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden. Wer dann doch noch uneinsichtig ist, dem droht ein Verwarngeld, da Mitarbeiter vom B.O.S.S.-Büro auch ein Auge auf die Häufchen haben. Paderborn tut also einiges für seine Sauberkeit und hat sich diesen letzten Platz durchaus verdient. Jens Reinhardt