Hürde des Kasernenzauns überwinden

Paderborn besiegelt Patenschaft mit Panzerbataillon 203

© Stadt Paderborn

Augustdorf/"Es ist schön, dass wir im Rahmen des Rückkehrappells die Patenschaft jetzt auch offiziell besiegeln können", freute sich Paderborns Bürgermeister Heinz Paus. In seiner Ansprache vor 330 Soldaten des Panzerbataillons 203 auf dem Kasernengelände in Augustdorf erinnerte er an die traditionell guten Beziehungen der Stadt zu den Streitkräften. Paderborn habe bereits über viele Jahrzehnte eine enge Patenschaft zum Panzeraufklärungsbataillon 7 in Augustdorf unterhalten. Gleichzeitig sei das gute Miteinander mit den Soldatinnen und Soldaten der britischen Stationierungsstreitkräfte vertieft worden. Er erinnerte unter anderem an das britische Festival in Paderborn, das regelmäßig stattfinde. So sei es nur folgerichtig, dass nunmehr eine Patenschaft mit dem Panzerbataillon 203 abgeschlossen werde. "Wir stehen zu unserer Bundeswehr, weil wir davon überzeugt sind, dass es auch in Zukunft - leider - erforderlich bleiben wird, dass wir Soldaten brauchen, um unseren äußeren Frieden, um Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat in unserem Lande zu verteidigen", betonte Paus und stellte klar: "Die Bürgerinnen und Bürger in Paderborn stehen zu ihrer Bundeswehr." Der Bürgermeister hatte vor dem Austausch der Urkunden Soldatinnen und Soldaten des Panzerbataillons 203 für deren Einsatz in Afghanistan gedankt. "Wir freuen uns, dass Sie alle wohlbehalten aus dem risikoreichen Einsatz am Hindukusch zurückgekehrt sind", sagte er und würdigte diesen Einsatz als Beitrag zu einer hoffentlich friedvollen Zukunft Afghanistans. Als "enormen Kraftakt", auf den man mit Stolz, aber auch mit Trauer und Wehmut zurückblicke, bezeichnete Oberstleutnant René Schüren den Afghanistan-Einsatz. Der Kommandeur des Panzerbataillons 203 zollte seinen Soldatinnen und Soldaten großes Lob: "Es verlangt höchsten Respekt davor, wie Sie diesen Einsatz gemeistert haben. Er war ein voller Erfolg". Im Rahmen des Appells zeichnete er Soldaten mit der Gefechtsmedaille der Bundeswehr aus. Sie hatten erfolgreich Angriffe von Aufständischen abgewehrt. Schüren unterstrich, dass diese Patenschaft das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die Bundeswehr fördern soll. Sie sei ein sichtbares Zeichen für die Einbindung der Streitkräfte in die Gesellschaft. "Wir wollen damit die Hürde des Kasernenzaunes überwinden", hob der Kommandeur hervor und versprach, dass die Soldaten die Patenschaft aktiv mitgestalten werden. Vorstellbar seien gemeinsame Veranstaltungen in Schulen, Starts beim Osterlauf oder gemeinsame Treffen zu Libori.