Fairer Dialog übers Sparen bei Spielplätzen
Im Paderborner Rathaus
Fairer Dialog statt Gerüchteküche. Das war das Ziel am Samstagvormittag im Paderborner Rathaus. Das Jugendamt der Stadt Paderborn hatte eingeladen, um mehr Klarheit in die Spardebatte bei den Spielplätzen in Paderborn zu bringen. "Wir haben derzeit etwa 180 Spielplätze in der Stadt, 55 stehen zur Diskussion, sieben neue Spielplätze sind geplant und sieben Spielplätze sollen zu sogenannten Leuchtturmspielplätzen ausgebaut werden", informierte der zuständige Beigeordente der Stadt, Wolfgang Walter, über den Rahmen und widersprach damit Gerüchten, wonach letztlich nur noch vier Spielplätze in der Stadt Bestand haben sollten. Walter machte vor etwa 120 Interessierten anfangs klar, dass es ein Auftrag des Paderborner Rates vom Juni dieses Jahres ist, die Spielplatzfläche um etwa ein Drittel (82.000 Quadratmeter) zu reduzieren um damit jährlich 144.000 Euro zu sparen. Wie das Jugendamt dieses Ziel erreichen will, machte anschließend der für die städtischen Spielplätze zuständige Arnd Voss-Reichmann deutlich. Kriterien zur Entscheidungsfindung seien unter anderem die Doppelausstattung von Spielplätzen, ihre Verkleinerung, realistische Optionen auf größere, sogenannte Leuchtturmspielplätze, die Umwandlung in Erlebnisräume/Spielwälder sowie die Berücksichtigung von unabweisbarem Bedarf gewesen. Den flächenmäßig größten Bedarf hätten Sande, die Kernstadt West/Nord, die Stadtheide, Elsen und Neuhaus/Mastbruch. Wichtige Parameter für die jetzigen Vorschläge des Jugendamtes zur Einsparung seien unter anderem auch die Kinderdichte, der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung in dem jeweiligen Gebiet und der durchschnittliche Versorgungsgrad gewesen. Voss-Reichmannn unterstrich, dass nach den Vorstellungen des Jugendamtes die Gelder, die durch den Verkauf von Spielplatzflächen reinkommen, für den Ausbau der anderen Spielplätze verwendet werden. In der Diskussion sprach sich Mathias Hornberger, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, dafür aus, dass die Info-Veranstaltung nur der Auftakt für eine weitere breite Beteiligung der Öffentlichkeit in dieser Frage sein kann. Zu Wort meldete sich unter anderem auch ein nach eigenen Worten Spielplatzgeschädigter. Der 75jährige klagte über das, was sich auf einer Spielfläche, insbesondere abends, in der Nähe der Von-Stauffeberg-Straße in der Stadtheide abspielte. Sein Unverständnis zeigte ein Vater über die geplante Halbierung des Spielplatzes am Peter-Hille-Weg. Einzelheiten zur Spielplatzplanung sind im Internet unter der Adresse www.paderborn.de erhältlich.