Nichts wesentlich Neues
Zukunft der britischen Streitkräfte in Paderborn
Herford/Die generelle Ankündigung der britischen Regierung, bis 2020 ihre Streitkräfte aus Deutschland abzuziehen, hat sich beim jüngsten Informationsgespräch für Paderborn nicht weiter konkretisiert. Mit diesen Erkenntnissen kehrte Bürgermeister Heinz Paus aus Herford zurück. Während für Münster, Herford und Mönchengladbach konkrete Daten für den Abzug genannt wurden, geht Paderborns Bürgermeister davon aus, dass sich bis zum Ende des Jahrzehnts in Paderborn wohl wenig tun wird. "Wir planen so weiter wie bisher und können wohl davon ausgehen, dass kurzfristig nichts passieren wird", so Heinz Paus. In dem Treffen wurden Vertreter des Bundes, des Landes und der Kommunen von General Nick Caplin, zuständig für die britischen Truppen in Deutschland, und vom britischen Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Dabei wurde erkennbar, dass Paderborn mit der Kaserne in Sennelager und dem Truppenübungsplatz denkbare Alternativen über das Jahr 2020 hinaus bieten könnte. Der britische Botschafter sagte weitere Informationen zu, sofern sich in London die Dinge weiter konkretisieren. Derzeit befasst man sich dort mit der Planung für die gesamten Streitkräfte und der Umsetzung des Beschlusses, diese weiter zu reduzieren. Für Paderborn und Gütersloh werden nach jetziger Lage wahrscheinlich erst Ende 2012/Anfang 2013 die Konsequenzen daraus deutlich werden.