Das hätte Heinz Nixdorf gefreut

Viel Lob für die "Lernstatt Paderborn" zum Jubiläum

© Stadt Paderborn

"Das hätte auch Heinz Nixdorf gefreut", war sich Dr. Kurt Beiersdörfer sicher. Der Geschäftsführer des Heinz Nixdorf MuseumsForums (HNF) war einer der ersten Gratulanten zum zehnten Geburtstag der "Lernstatt Paderborn". Als Hausherr und Beteiligter führte er in der Feierstunde im HNF den Erfolg der "Lernstatt" auf die enge Kooperation zwischen der Stadt, der Universität, der Gemeinschaft für Kommunikationstechnik, Informations- und Datenverarbeitung (GKD), des HNF, der Bezirksregierung Detmold und den Paderborner Schulen zurück. Die durch die "Lernstatt Paderborn" ermöglichte Nutzung der Informationstechnik in den Paderborner Schulen nannte Beigeordneter Wolfgang Walter hervorragend. "Mit der IT in unseren Schulen stehen wir an der Spitze der Bewegung", lobte Walter und nannte Zahlen. Fast sieben Millionen DM habe die Stadt Paderborn beim Start des Projektes in das Datennetz investiert. Jedes Jahr stünden für die "Lernstatt Paderborn" etwa 750.000 Euro an Betriebskosten bereit. Gut 20.000 Schüler in 44 Paderborner Schulen sowie etwa 1.400 Lehrerinnen und Lehrer verbinde die "Lernstatt" über das Paderborner Ampelnetz. Ein über die komplette Schullaufbahn geltender Benutzer-Account mit Internetzugang, Mailpostfach und eine Ablagemöglichkeit für erarbeitete Daten seien keinesfalls selbstverständlich und sprächen für die Vorreiterrolle der Stadt Paderborn in diesem Bereich. "Allen, die daran mitgearbeitet haben, möchte ich ganz herzlich danken", so der Beigeordnete abschließend. Die führende Rolle der Stadt Paderborn in diesem Bereich unterstrich auch Dr. Wolfgang Vaupel. Der Geschäftsführer der Medienberatung NRW bezeichnete die "Lernstatt" als vorbildliche Infrastruktur fürs Lernen. "Software statt Lehrer, Computer statt Bücher, Erfolg statt Frust", zitierte Prof. Dr. Reinhard Keil von der Fachgruppe Informatik und Gesellschaft am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn Schlagzeilen aus einer Veröffentlichung von 1994, mit der der "Focus" die neue Lerngesellschaft beschrieb. "Nicht die Personen sollten ersetzt werden, sondern sie sollten durch die neuen Medien unterstützt werden", erwiderte er und verwies darauf wie dies durch die "Lernstatt Paderborn" eindruckvoll verwirklicht wurde. Sein besonderer Dank galt den Administratoren der GKD. Sie hätten quasi als Hausmeister der Informationsgesellschaft dafür gesorgt, dass das Haus "Lernstatt" immer aufgeräumt gewesen sei. Als Mann der ersten Stunde erinnerte Detlef Schubert, Fachberater "Digitale Medien" der Bezirksregierung Detmold an die Anfänge des Projektes. Alle Schulen unter ein Dach zu bringen - sie flächendeckend zu vernetzen - sei eine Riesenaufgabe gewesen, die sich aber in jedem Falle gelohnt habe. Dass die "Lernstatt" auch beste Bedingungen für die Zukunft biete, das machte Prof. Dr. Bardo Herzig, Direktor des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) deutlich. Damit sei eine gute Basis gegeben, um die Bildungsregion im Sinne einer strategischen Partnerschaft weiterentwickeln zu können.