Stummfilm-Klassiker in der Paderhalle

Metropolis am Mittwoch, 12. Oktober, zu sehen

© Stadt Paderborn

Die Aufführung des mit den sensationell wieder aufgetauchten Szenen restaurierten Stummfilm-Klassikers „Metropolis“ mit Orchesterbegleitung war der Höhepunkt bei der Berlinale 2010. Am Mittwoch, 12. Oktober, um 19.30 Uhr ist das Spektakel mit der groß besetzen Neuen Philharmonie Westfalen auch in der Paderhalle zu sehen und zu hören. Die musikalische Leitung hat Helmut Imig, der auch die Aufführung in Frankfurt leitete, die zeitgleich zur Aufführung in Berlin stattfand. Der 1926 von Fritz Lang nach dem Buch von Thea von Harbou gedrehte Stummfilm Metropolis gilt als Meisterwerk der Science-Fiction-Filme und war der bis dahin teuerste deutsche Film. Mehr als fünf Millionen Reichsmark wurden für die Kulissen, tausende Statisten und 200 000 Kostüme aufgewendet. Die Dreharbeiten dauerten 310 Tage und 60 Nächte. Die eingesetzten Spezialeffekte waren damals etwas völlig neues. Neu war mit zweieinhalb Stunden auch die Länge des Filmes. Später wurde er erheblich gekürzt. Schlüsselszenen fielen dem Filmschnitt zum Opfer und galten als verschollen. Auf Umwegen war aber eine Kopie der Urfassung in das Archiv des Filmmuseums von Buenos Aires gelangt. Erst 2008 wurden sie dort stark verschmutzt und beschädigt entdeckt und in mühevoller Kleinstarbeit in Deutschland restauriert. Die Filmmusik zu Metropolis stammt von Gottfried Huppertz. In seinen Aufzeichnungen fanden sich wichtige Details für die Zusammensetzung der Filmszenen, da an mehr als 1000 Stellen die Handlung auf der Leinwand aufgeschrieben war. Metropolis ist eine fiktive Stadt, deren Gesellschaft in zwei Klassen aufgeteilt ist. Die Oberschicht bilden die Reichen, die einen unermesslichen Luxus genießen. Die Arbeiterklasse muss dagegen tief unterhalb der Stadt in düsteren Maschinenhallen ihr Dasein fristen und unermüdlich für den Gewinn der Reichen schuften. „Metropolis“ war der erste Film überhaupt, der ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Karten gibt es im Paderborner Ticket-Center, Marienplatz 2a, Tel. (05251) 299750 und den Vorverkaufsstellen der Paderhalle. Die Eintrittspreise liegen zwischen 7,50 Euro und 23 Euro.