Am historischen Vorbild orientiert

Mehlbeerbaum als nicht schutzwürdig eingestuft

Der in der Grube auf dem Gelände der Katholischen Kirchengemeinde St. Liborius gefällte Mehlbeerbaum ist im entsprechenden Bebauungsplan als nicht schutzwürdig eingestuft und konnte deshalb gefällt werden. In der Baugenehmigung für den Neubau des Pfarrheims ist nur die Auflage enthalten, einen besonders wertvollen Baum auf dem Gelände zu erhalten. Daran hat sich der Bauherr gehalten, stellt die Stadt Paderborn in einer Pressemitteilung fest. In einem ausführlichen Abwägungsprozess sei man im Bebauungsplanverfahren, das bereits 2008 stattgefunden habe, zu diesem Ergebnis gekommen. Bei der jetzigen Neugestaltung des Geländes durch die Katholische Kirchengemeinde folge diese dem Vorbild des ehemaligen barocken Gaukirchklosters. Franz Christoph Nagel, Hofarchitekt des Kölner Kurfürsten und Paderborner Bischofs Clemens August v. Bayern hatte vor etwa 270 Jahren auf dem zur Grube hin liegenden Teil des Grundstücks einen barocken Ehrenhof als eine Art höher liegende steinerne Terrasse entworfen und bauen lassen, die sich bis Ende des zweiten Weltkrieges erhalten hat. Insofern folgen die jetzigen Planungen dem historischen Vorbild. Die Erläuterung dieser Fakten wurde seitens der Verwaltung als entsprechende Antwort auf das Schreiben der Interessengemeinschaft Grube vorbereitet. Am 20. Oktober hatte die Interessengemeinschaft Bürgermeister Heinz Paus angeschrieben und sich für den Erhalt der Bäume ausgesprochen.