Neue Heimat für die Eidechsen
Erfolgreiche Umsiedlung an den Güsenhofsee
Durch den Bau eines Parkplatzes für LKW an der A 33 bei Hövelhof war es notwendig, eine neue Heimat für die dort angesiedelten Zauneidechsen zu finden. Da die Zauneidechse zu den europäisch streng geschützten Arten zählt, mussten die Tiere vor Beginn der Baumaßnahmen in einen neuen Lebensraum mit für sie geeigneten Bedingungen umgesiedelt werden. In Absprache mit der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, die die Umsiedlungsaktion durchführen sollte, stellte die Stadt Paderborn ihre Ausgleichsfläche am Güsenhofsee in Sennelager als neue Heimat für die Zauneidechsen zur Verfügung. Durch die auf der Ausgleichsfläche durchgeführten ökologischen Verbesserungsmaßnahmen bieten die neu entstandenen Sandflächen den Reptilien ideale Lebensbedingungen. Außerdem gehören Zauneidechsen zum möglichen Arteninventar der Ausgleichsfläche. Nachdem die Genehmigungsbehörden grünes Licht gegeben hatten, konnte die Umsiedlung der Eidechsen im Sommer 2009 beginnen. Zunächst wurde auf der städtischen Ausgleichsfläche ein geeigneter Bereich mit einem Amphibienschutzzaun eingezäunt und mit künstlichen Strukturen, wie kleine Sanddünen und Totholzstapel, zusätzlich angereichert. In diesem Freilandgehege sollten die Zauneidechsen überwintern und sich an die neue Umgebung gewöhnen. Dann suchten Mitarbeiter der Biologischen Station die Fläche, auf der der Parkplatz entstehen sollte, systematisch nach Eidechsen ab. Sie fanden insgesamt 286 Tiere, die zur Wiederkennung fotografiert und dann zu ihrem Ersatzlebensraum am Güsenhofsee gebracht wurden. Eine Nachkontrolle im darauf folgenden Sommer ergab, dass die Eidechsen den Winter gut überstanden und ihren neuen Lebensraum angenommen hatten. Das belegen auch die auf der Ausgleichsfläche frisch geschlüpften Jungtiere. Mittlerweile wurde die Einzäunung wieder entfernt und die Zauneidechsen können sich auf der Ausgleichsfläche frei bewegen. Sie werden aber von der Biologischen Station weiter beobachtet.