Recycling tut Paderborn gut
Viel Betrieb auf den ASP-Recyclinghöfen
Auch im vergangenen Jahr haben die Paderborner und der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASP) beim Recycling wieder gut zusammengearbeitet. Das belegt die ansehnliche Recyclingquote von 63,7 Prozent. Hätte man die mechanische Sortierung beim Entsorgungszentrum "Alte Schanze" dazu gerechnet, wäre sogar eine Quote von 84,7 Prozent erreicht worden. Der Vergleichswert in Deutschland liegt bei 61 Prozent. Obwohl die Bioabfälle aufgrund einer sehr trockenen Vegetationszeit ein deutliches Minus von etwa 700 Tonnen verzeichneten, wurde der Rückgang in fast allen anderen Bereichen wettgemacht. Sowohl beim Papier (+450 Tonnen) als auch beim Holz (+300 Tonnen) und Metall (+50 Tonnen) stieg letztes Jahr die Menge. Auch beim Elektroschrott hat Paderborn letztes Jahr noch einmal zugelegt (+100 Tonnen). Hier liegt Paderborn mit neun Kilogramm pro Einwohner/Jahr schon lange über der vom Gesetzgeber zur Zeit geforderten Menge von vier Kilogramm. Einen nicht unwesentlichen Anteil an diesem positiven Ergebnis hat das Wertstoffaufkommen bei den Recyclinghöfen des ASP. Diese waren auch im vergangen Jahr außerordentlich gut besucht. Mit rund 278.000 Einfahrten wurde gegenüber dem Vorjahr nochmals eine Zunahme von zehn Prozent gemessen. Die Paderborner scheinen die überwiegend kostenlosen und übersichtlichen Entsorgungsmöglichkeiten zu schätzen. An den Hauptanliefertagen montags, freitags und samstags befahren nicht selten über 150 Fahrzeuge pro Stunde die Höfe. Mit 63 Stunden in der Woche ist der ASP auch bei der Erreichbarkeit spitze. Neben der ökologischen Bedeutung für Klima- und Ressourcenschutz zahlen sich die Recyclingbemühungen der Paderborner auch finanziell aus. „Für einige Materialien wie Papier und Altmetall haben wir aufgrund der gegebenen Marktlage sowie durch gute Vertragsgestaltung auch im vergangenen Jahr erhebliche Erträge erzielt, so dass ein Teil der Kosten, die für Abfallentsorgung und für den Betrieb der Recyclinghöfe anfallen, wieder hereingeholt wurde“, freut sich Betriebsleiter Reinhard Nolte. Er ist optimistisch, die Abfallentsorgungsgebühren auch nächstes Jahr stabil auf dem sehr niedrigem Niveau halten zu können: „Wir haben in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet und die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt kam uns entgegen. Seit der letzten Gebührenerhöhung vor sechs Jahren konnten wir insbesondere die gestiegenen Kosten beim Kraftstoff und für Personal durch die Wertstofferträge kompensieren.“