1.100 Zauberlehrlinge in der PaderHalle

Jugendkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie

1.100 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe aus zwölf verschiedenen Schulen begeisterte die Nordwestdeutsche Philharmonie am Mittwoch in zwei Konzerten in der Paderhalle. Auf dem Programm stand Filmmusik zu „Harry Potter“ von John Williams und vor allem die sinfonische Dichtung „Der Zauberlehrling“ von Paul Dukas. Moderator Christian Schruff und Dirigentin Elisabeth Fuchs führten gekonnt durch das Programm, erläuterten die Musik, ließen aber genügend Raum für die Faszination des Hörens. Das Konzert wird am 7. Mai noch einmal wiederholt. „Dann kommen noch einmal 700 Kinder von weiteren acht Schulen in den Genuss des Konzerts,“ weiß Margit Kersting vom Kulturamt Paderborn. „Normalerweise bieten wir neben den vier Konzerten für die Grundschulen pro Jahr nur zwei Konzerte für die Sekundarstufe an, aber es werden immer mehr Anmeldungen. In diesem Jahr war die Vielzahl mit zwei Konzerten nicht mehr zu bewältigen. So kommt es zu dem Zusatztermin. Der Einzugsbereich der Schülerkonzerte der Nordwestdeutschen Philharmonie in Paderborn erstreckt sich längst über die Grenzen des Kreises Paderborn hinaus bis in die Kreise Soest, Höxter und Gütersloh. Außerdem kommen nicht mehr nur Gymnasien, sondern immer mehr auch die anderen Schulformen,“ freut sich die Konzertorganisatorin. Ein Garant des Erfolgs ist sicher die gute Vorbereitung. Der Moderator und die Orchesterleitung erarbeiten mit den Lehrerinnen und Lehrern jedes Jahr Monate vor dem Konzert eine Unterrichtseinheit zum Programm des Konzerts. Auf diese Weise können auch immer wieder Kinder in die Konzerte einbezogen werden. Am Mittwoch etwa erklärten zwei Schülerinnen vom Gymnasium Schloß Neuhaus zusammen mit der Solo-Fagottistin Yuka Kamo und dem Moderator Christian Schruff, wie ein Fagott funktioniert und warum es sich besonders gut eignet, den Besen von Harry Potter und Goethes Zauberlehrling musikalisch darzustellen. Schülerinnen vom Ratsgymnasium in Rheda-Wiedenbrück hatten Fragen an die Dirigentin vorbereitet, die diese bis auf eine auch bereitwillig beantwortete. Ob sie nämlich ein Lieblingsinstrument habe, mochte sie nicht verraten und erntete dafür spontanen Applaus vom Orchester. Den angebotenen Zauberstab zum Dirigieren lehnte sie auch dankend ab, denn, wie man seit Harry Potter weiß, sucht sich der Zauberstab seinen Zauberer, nicht umgekehrt, und Elisabeth Fuchs ist bereits von ihrem Zauber-Dirigierstab gefunden worden.