Ordnung inmitten des bunten Treibens

B.O.S.S. sorgt mit für ein harmonisches Libori-Fest

Wenn Wolfgang Oppel über die Kirmes auf dem Liboriberg patrouilliert, ist sein Blick aufmerksam und sein Gang bedächtig. Nach 13 Jahren Diensterfahrung hat der Mitarbeiter vom Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit (B.O.S.S) schon fast alles miterlebt. Trotzdem hat Aufmerksamkeit oberste Priorität: "Jedes Libori-Fest ist einzigartig für uns und immer eine ganz neue Herausforderung", versichert er. Zusammen mit seinem Kollegen Christopher Volmert befindet er sich auf dem üblichen Rundgang über den Berg. Sie sind zwei der insgesamt sechs Mitarbeiter des Büros, die sich die Festtage in zwei Schichten teilen. Um die beiden herum tobt bereits das bunte Treiben der Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden. Doch zur Mittagszeit ist die Lage noch relativ entspannt. Zeit, um die vielfältigen Tätigkeiten des B.O.S.S. zu erläutern. Die mobile Wache des Büros am Rosentor dient als kommunikativer Knotenpunkt. Hier können die Besucher mit Fragen und Nöten an die Mitarbeiter herantreten. Darüber hinaus besteht ein enger Kontakt zum städtischen Ordnungsamt und der Polizei. "Die meisten Angelegenheiten können wir innerhalb von einer halben Stunde klären" berichtet er. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein widerrechtlich parkendes Auto oder um ein verloren gegangenes Kind handeln. Für die Kinder liegen in diesem Fall sogar Stofftiere zum Trösten in der mobilen Wache bereit: "Wir sind auf alles vorbereitet", erzählt Wolfgang Oppel mit einem Augenzwinkern. Mit dem Beginn der Abendstunden werden die Einsätze freilich häufiger. Zusammen mit dem Jugendamt werden regelmäßig Alkohol- und Minderjährigkeitskontrollen durchgeführt. In diesem Jahr kam es sogar schon vor, dass ein Jugendlicher mit einer Softair-Pistole aufgegriffen wurde, das den Anschein einer echten Waffe erweckte. Ein aufmerksamer Blick und gute Menschenkenntnis sind hierbei unerlässlich, um jederzeit die öffentliche Ordnung zu wahren. "Alles in allem haben wir dieses Jahr ein sehr friedliches Libori-Fest. Und das können auch wir uns auf die Fahnen schreiben", resümiert Wolfgang Oppel und setzt seinen Weg über die Kirmes fort. Zielstrebig schreitet er seinem 14. Dienstjahr auf dem Libori-Fest entgegen. Dann möchte er wieder an dem gelungenen Ablauf teilhaben.