Fast 80 Jahre und wie neu

Inselbadstadion erstrahlt nach umfangreichen Arbeiten in neuem Glanz

Wenn das Inselbadstadion im Mai nächsten Jahres seinen 80. Geburtstag feiert, wird wohl kaum ein Sportsfreund glauben, dass die Anlage offiziell schon so viele Jahre auf dem Buckel hat. Im Mai 1933 vom damaligen Erzbischof Dr. Caspar Klein als DJK-Stadion Inselbad eingeweiht, hat das Stadion am Hans-Humpert-Weg bewegende Zeiten hinter sich. Am 27. März 1945 war es bei Luftangriffen fast vollständig zerstört worden. Im Mai 1951 wurde es vor mehr als 6.000 Zuschauern erneut eingeweiht. Unvergessen sind unter anderem die Schubkarren-Rennen im Rahmen des Europafestivals am zweiten Libori-Wochenende. Jetzt geht das alte Schätzchen erneut an den Start. Mit etwa 3,5 Millionen Euro wurde es von der Stadt Paderborn zur zentralen innerstädtischen Sport- und Freizeitanlage ausgebaut. Davon sind etwa 2,5 Millionen Euro in die Außenanlagen und etwa eine Million in das neue, vom SC Grün-Weiß in Eigenregie gebaute Sportheim geflossen. Und das Ergebnis dieser Kur für die alte Dame Inselbad kann sich sehen lassen. Verschwunden sind Aschelaufbahn und Tennenplatz auf der höher gelegenen Ebene. Entstanden ist ein Großspielfeld mit Kunstrasen, der insgesamt 15. Kunstrasenplatz in Paderborn. Außerdem, etwas versetzt dazu, noch ein Kunstrasen-Kleinspielfeld. Die Leichtathleten können sich zudem über eine Weitsprung- und Kugelstoßanlage freuen. Eine neue Flutlichtanlage lässt Spieler beider Plätze auch zur späten Spielzeit nicht im Dunkeln stehen. "Ich danke allen, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass unser altehrwürdiges Stadion wieder zu neuem Leben erweckt wurde", sieht Heinz Paus gleich eine ganze Reihe an Partnern bei dieser Baumaßnahme. Sein Dank gilt dem Rat, der die Mittel für die Modernisierung bereitgestellt hat, der stadtinternen Projektgruppe unter Leitung von Frank Becker, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, den beteiligten Firmen und vor allem auch dem SC Grün-Weiß, der das Sportheim gebaut hat. Die Planung und Bauleitung des Gebäudes erfolgte auch durch viele Eigenleistungen des Sportvereins. So betonte Wolfgang Krenz, Präsident des Vereins, in seiner Dankesrede: „Es ist uns als Stadtverein sehr viel wert in ein Stadion zurückzukehren, das auch innerhalb der Stadt erreichbar ist.“ Nach der obligatorischen Schlüsselübergabe erteilte - in Anwesenheit von Vertretern aus Stadtrat, Landes- und Bundespolitik - Uta Meyer zu Helligen, evangelische Pfarrerin, und der katholische Vize-Dechant Georg Kersting den kirchlichen Segen inmitten des neuen Fußballfeldes.