Klein, fein und viele Tipps - Kulturprisma ist erschienen
Paderborner Kulturamt bietet viel in der kommenden Saison
Das neue Kulturprisma ist erschienen. Das Taschenbuch informiert über die Konzert- und Theaterveranstaltungen des Kulturamts der Stadt Paderborn in der Saison 2012/2013. Es liegt an zahlreichen öffentlichen Stellen in der Stadt aus, kann aber auch direkt beim Kulturamt angefordert werden (kulturamtpaderbornde, Tel. 05251 - 88 14 99). Abonnenten erhalten es per Post. Das Kulturprisma enthält detaillierte Informationen über die Konzert- und Theaterreihen des Kulturamts (Sinfonie- und Kammerkonzerte, Musiktheater, Schülertribüne, Weltmusik, Jugend- und Seniorenprogramm, Tanzszene) und über die Reihe „Zauberklang“ der Städtischen Musikschule. Zusätzlich gibt es einen Kalender mit zahlreichen Konzerten und Theatervorstellungen anderer Veranstalter in Paderborn. Der Abo-Verkauf für die Veranstaltungen in den Abo-Reihen geht weiter, aber auch der Einzelkartenverkauf hat inzwischen begonnen. Der Veranstaltungsreigen beginnt mit dem Musical „Hair“ am Mittwoch, 5. September, in der Paderhalle. Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner hofft, dass das legendäre Kulturmusical aus dem Summer of Love wie in Detmold die Generationen zusammenbringt, die Älteren mit ein wenig Nostalgie, die Jungen mit Neugier. Überhaupt hat es Gockel-Böhner besonders das Musiktheater-Programm angetan: „Ein Blick auf die Besetzungslisten der Salzburger und Bayreuther Festspiele 2012 zeigt, welche Qualität einem in Paderborn geboten wird. In Salzburg sang Mandy Fredrichs die Königin der Nacht in Mozarts „Zauberflöte“ und in Bayreuth, wo auch der frühere NWD-Chef Andris Nelsons dirigiert, sang Klaus Florian Vogt den Lohengrin. Alle waren in diesen Rollen und Funktionen vor gar nicht langer Zeit sehr erfolgreich auch in der Paderhalle in den Vorstellungen unseres Landestheaters zu erleben – für einen Bruchteil des Eintrittspreises.“ Ein Schwerpunkt der Saison liege im Jahr 2013 auf Opern von Giuseppe Verdi aus Anlass seines 200. Geburtstags. Neben der Oper haben sich nach Angaben des Kulturamtsleiters auch die Ballettvorstellungen des Landestheaters mit Orchester zu einem Renner entwickelt: „Die Menschen wissen zu schätzen, dass der lebendige Orchesterklang beim klassischen Ballett niemals gleichwertig durch Musik aus der Konserve ersetzbar ist. Und der Choreograph Richard Lowe trifft mit seinen phantasievollen, aber nachvollziehbaren Choreographien, mit denen er die Klassiker behutsam neu interpretiert und sie den personellen Möglichkeiten der kleinen Landestheaters-Compagnie anpasst, ganz offenbar den Geschmack des Publikums.“ Gerade zum Ballett komme ein jüngeres Publikum, oftmals ganze Familien. Deshalb sei man für die Ballettvorstellung „Coppelia“ im Oktober auch vom Mittwochabend auf den späten Sonntagnachmittag ausgewichen. Auch bei der Schüler-Tribüne mit Veranstaltungen für Kinder im Grundschulalter honoriere das Publikum die familienfreundlichen Zeiten am Wochenende und die pädagogisch sinnvolle Beschränkung der Zuschauerzahlen auf der Hinterbühne der Paderhalle, wo der überwiegende Teil der Veranstaltungen stattfindet. Seit der Umstellung verkaufe sich auch dieses Abo wieder bestens. Es umfasst 2012/13 einen musikalischen Jazzkrimi, die Kinderoper „Reineke Fuchs“ unter Mitwirkung des Kinderchors des Städtischen Musikvereins Paderborn, ein Weihnachtsmärchen, ein Sinfoniekonzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie („Pulcinella“ von Igor Strawinsky), einen Klassiker des Figurentheaters („Der standhafte Zinnsoldat“ vom Theater Meiningen) und eine Tanztheater-Vorstellung namens „Grimmskrams“. Auf das Kammerkonzert-Abo ist Gockel-Böhner ein wenig stolz. „Das ist das anspruchsvollste Publikum, das es in Paderborn gibt – es macht Spaß, dafür ein exquisites Programm zusammenzustellen.“ Er freut sich über das Engagement einer Kammermusikformation der Berliner Philharmoniker, über die Verstetigung der Zusammenarbeit mit dem Klassiksender WDR 3 und die spannende Zusammenstellung Oboe-Horn-Klavier aus der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrats. Und die Ankündigung des Cembalo-Abends mit Christine Schornsheim zum Volkstrauertag mit einem ausgesuchten Programm habe selbst dem Rektor der Hochschule für Musik in Detmold ein Staunen abgerungen. Neben den puren Informationen bietet das Kulturprisma aber auch Spaß beim Lesen und Betrachten. Einerseits sind alle Erläuterungen verpackt in kleine Comics von zwei Konzert- und Theaterbesuchern, die sich über das Programm, aber auch über deren Drumherum und unterschwellig über ihre Beziehung unterhalten, andererseits sind viele Beteiligte (Musiker, Sänger, Maskenbildner, Techniker, Konzertagenten und Rundfunkredakteure) abgelichtet und geben Statements ab. Zu den Comics ergänzt Gockel-Böhner: „Die beiden begleiten uns jetzt ins dritte Jahr und sind frei erfunden – auch wenn das viele Kulturprisma-Leser nicht glauben wollen, weil sie bestimmte Personen zu erkennen glauben!“