Kommunale Aktionäre gut vorbereitet für Verhandlungen
Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG
Herford/Der Kreis der kommunalen Aktionäre der E.ON Westfalen Weser AG geht gut vorbereitet in die Verhandlungen mit der E.ON Energie AG um die Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG (EWA). Bei seiner Sitzung in Herford bestimmte der Aktionärsausschuss die Zusammensetzung eines Lenkungsausschusses und der Verhandlungskommission. Außerdem verständigte sich das Gremium über die gemeinsamen inhaltlichen Kriterien der Verhandlungen. Der Verhandlungskommission werden als Vertreter der großen kommunalen Aktionäre der Herforder Bürgermeister Bruno Wollbrink und der Paderborner Bürgermeister Heinz Paus angehören. Für die kleineren Kommunen aus dem nördlichen Netzgebiet der EWA werden ferner die Stadtoberhäupter aus Bückeburg, Reiner Brombach, und Ulrich Rolfsmeier aus Hiddenhausen Mitglied sein. Den Südteil repräsentieren die Bürgermeister Eberhard Block aus Horn-Bad-Meinberg und Michael Dreier aus Salzkotten. Die Arbeit der Verhandlungskommission wird durch den Lenkungsausschuss begleitet, der in seiner Zusammensetzung identisch mit dem Aktionärsausschuss ist. Ergänzt wird der Lenkungsausschuss um zwei Vertreter aus der Stadt Minden und des Kreises Schaumburg. Eine Rekommunalisierung wird nach Ansicht der kommunalen Aktionäre nur gelingen, wenn sich ein solches regionales Unternehmen für die Kommunen betriebswirtschaftlich rechne. Dies setze einen akzeptablen Kaufpreis und den Erhalt bestehender Konzessionen im Netzgebiet voraus. Ferner müsse eine Rekommunalisierung die Rolle der Stadtwerke vor Ort stärken. In diesem Prozess sei man offen für weitere mögliche Aktionäre und für den Dialog mit den Kommunen im Verbreitungsgebiet von EWA. Ein regionales Energieunternehmen solle sich daher auf die Aufgaben konzentrieren, die im gemeinsamen Verbund wirtschaftlicher erledigt werden könnten. Außerdem gehe es darum, die dezentrale Energieerzeugung durch den Einsatz erneuerbarer Energien nachhaltig zu fördern. Schließlich dürfe man auch die Interessen der Arbeitnehmerschaft von E.ON Westfalen Weser nicht aus den Augen verlieren.