Paderborner Integrationspreis soll vergeben werden

Integrationsklima in Paderborn untersucht

© Stadt Paderborn

Beim Internationalen Fest der Begegnung am 1. Juli 2012 soll es einen Empfang für die Zuwandervereine geben. Das kündigte Bürgermeister Heinz Paus in der jüngsten Sitzung des Integrationsrates der Stadt Paderborn im Rathaus an. Mit großer Zustimmung nahm dies der Integrationsrat unter dem Vorsitz von Ayhan Demir auf. Aus den Reihen des Integrationsrates kam zudem der Vorschlag, jedes Jahr eine Migrantenselbstorganisation oder eine Einzelperson mit einem Integrationspreis auszuzeichnen. Damit sollen besondere Leistung im Bereich der Integrationsarbeit gewürdigt werden. Die Kriterien des Preises sowie die genauen Modalitäten will jetzt der Integrationsrat erarbeitet. Heinz Paus stellt außerdem aktuelle Themen der Stadtverwaltung vor. Das Integrationsklima in Paderborn stand mit einem Vortrag von Christina Bagnucki, Studentin der Katholischen Hochschule Paderborn, ebenfalls auf der Tagesordnung und stieß auf großes Interesse beim Integrationsrat. Christina Bagnucki konnte mit ihrem Vortrag über das Integrationsklima in Paderborn Akzente setzen. Sie untersuchte mit Hilfe einer strukturierten Befragung und wissenschaftlichen Auswertung die These „Das Integrationsklima für Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt Paderborn ist vorbildlich“, die von öffentlichen Rednern oft genannt wird, bisher aber nicht untersucht worden ist. Das Integrationsklima für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Stadt Paderborn ist insgesamt recht gut bewertet worden, jedoch in einzelnen Bereichen noch verbesserungsfähig. Ein solcher Bereich ist beispielsweise die Religion. Die Befragung ergab, dass die verschiedenen Religionen ausgelebt werden können, diese aber nicht in gleicher Weise akzeptiert sind. Hier könne durch soziale Netzwerkarbeit die Partizipation des Einzelnen an der Vielfalt der Religionen erreicht werden und somit ein Beitrag zu einer höheren Akzeptanz gegenüber den verschiedenen Religionen im Stadtgebiet geleistet werden, so die Referentin. Im weiteren Sitzungsverlauf befasste sich der Integrationsrat mit den Auswirkungen des neuen Teilhabe- und Integrationsgesetzes NRW. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass ein Mitglied des Integrationsrates mit beratender Stimme an den Sitzungen des Jugendhilfeausschusses teilnimmt. Haushaltsangelegenheiten im Rahmen der städtischen Integrationsarbeit und die Planungen für das 15. Internationale Fest der Begegnung am 1. Juli 2012 im Neuhäuser Schlosspark waren weitere Themen.