Die Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG ist eine große Chance für d …

Die Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG ist eine große Chance für die Region Ostwestfalen-Lippe

Gemeinsame Stellungnahme der Bürgermeister Heinz Paus (Paderborn) und Bruno Wollbrink (Herford)

Herford/Die Bereitschaft der E.ON Energie AG über eine Rekommunalisierung ihres Aktienanteils von knapp 63 Prozent an der E.ON Westfalen Weser AG mit den kommunalen Anteilseignern zu verhandeln, ist aus Sicht der Bürgermeister Bruno Wollbrink (Herford) und Heinz Paus (Paderborn) eine große Chance für die Region Ostwestfalen-Lippe und die angrenzenden Kommunen in Niedersachsen. Die beiden Städte halten über die Herforder Paderborner Beteiligungsgesellschaft 21,2 Prozent der Aktien an der E.ON Westfalen Weser AG, weitere 16 Prozent sind im Besitz von 35 weiteren kommunalen Gebietskörperschaften. In einer gemeinsamen Erklärung stellen die beiden Bürgermeister fest: „Die Bereitschaft der E.ON Energie AG, mit den Kommunen in OWL über eine Rekommunalisierung ihrer Anteile an der E.ON Westfalen Weser AG zu verhandeln, ist eine kluge Entscheidung des Unternehmens, die wir begrüßen. Dieses Angebot entspricht dem Miteinander, das zwischen den kommunalen Anteilseignern auf der einen Seite und der E.ON Energie AG auf der anderen Seite in den vergangenen Jahren gepflegt wurde. Die Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG ist eine große Chance für die Region Ostwestfalen-Lippe und die angrenzenden Kommunen in Niedersachsen. Diese Gelegenheit sollte von den kommunalen Anteilseignern ungeachtet der damit verbundenen Herausforderungen entschlossen genutzt werden. Ein regionaler Energieversorger als starker und verlässlicher Partner in kommunalen Händen stärkt die Region. Er gewährleistet vor Ort die Versorgungssicherheit. Er garantiert vor allem die Interessen der Städte und Gemeinden und damit der Bürgerinnen und Bürger in der Region. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Energiewende und die damit verbundene dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energien. Uns eint dabei die Überzeugung, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn die Kommunen und ihre Stadtwerke ihre Kompetenzen einbringen. Eine Rekommunalisierung der E.ON Westfalen Weser AG sichert zudem Arbeitsplätze. Wir setzen auf die hochkompetente und motivierte Mitarbeiterschaft der jetzigen E.ON Westfalen Weser AG. Gemeinsam mit ihr kann es uns gelingen, ein starkes Energieunternehmen aus der Region für die Region zu schaffen, das bundesweit Modellcharakter besitzt. Eine rekommunalisierte E.ON Westfalen Weser AG liegt im wirtschaftlichen Interesse der Kommunen. Sie sichert das Gewerbesteueraufkommen vor Ort und ermöglicht Synergien durch die Zusammenarbeit mit anderen kommunalen und privaten Unternehmen. Wir setzen deshalb darauf, dass die übrigen kommunalen Anteilseigner diese Möglichkeit nutzen und weiterhin als Aktionäre eines dann kommunal gesteuerten regionalen Energieunternehmens die damit verbundenen Vorteile nutzen wollen. Als Vertreter der kommunalen Mehrheitseigner sind wir außerdem der Meinung, dass dieses Unternehmen offen für weitere kommunale Aktionäre sein sollte. Schließlich möchten wir Bürgerinnen und Bürgern sowie Energiegenossenschaften ermöglichen, sich an dem Unternehmen als Kleinaktionäre zu beteiligen. Mit Hilfe der Sparkassen und Volksbanken können hier attraktive Finanzierungsmodelle entwickelt werden.“ Kontakt: Stadt Herford Dr. René Schilling T 05221 189 4141 F 05221 189 888 rene.schillingherfordde Stadt Paderborn Jan von Lübtow T 05251 88 1209 F 05251 88 2105 a.leonardpaderbornde