Rat mit klarem Votum

Konzept zur künftigen Unterbringung der Verwaltung

© Stadt Paderborn

Das war deutlich. Mit nur vier Gegenstimmen hat der Paderborner Rat einem Konzept zur künftigen Unterbringung der Paderborner Stadtverwaltung zugestimmt. Danach soll die Verwaltung an zwei Standorten - Am Abdinghof und dem noch unbebauten Grundstück an der Florianstraße - untergebracht werden. Die Überplanung und die Realisierung von Bauvorhaben auf diesen Flächen werden in einem einheitlichen Auftrag zusammengeführt und über ein Ausschreibungsverfahren abgefragt. Zudem soll der Standort Pontanusstraße aufgegeben werden. Der Rat war damit mit großer Mehrheit einem entsprechenden Vorschlag der mit Vertretern der Politik und Verwaltung besetzten Arbeitsgruppe Stadtverwaltung gefolgt. Das Konzept sieht zudem vor, dass alle Grundstücke am Verwaltungsstandort Abdinghof 11, am Marienplatz 2a sowie das derzeit unbebaute Grundstück Florianstraße im Eigentum der Stadt Paderborn verbleiben. Der Standort an der Florianstraße ist ebenfalls ein wichtiges städtebauliches Areal, was eine Veräußerung nicht sinnvoll erscheinen lässt. Eine Vergabe - zum Beispiel mittels Erbbaurecht - könnte zudem langfristig die Einflussmöglichkeiten der Stadt Paderborn sichern. Die Gebäudeteile A und B des Verwaltungsgebäudes Am Abdinghof 11 (unmittelbar an der Städtischen Galerie) werden kernsaniert und weiterhin für die Verwaltung genutzt. Hierzu wird ein detailliertes Sanierungskonzept erstellt. Dabei sollen auch Refinanzierungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Zuschüsse von Dritten, geprüft werden. Auch die Ausgestaltung des künftigen Rechtsverhältnisses - beispielsweise Anmietung, Mietkauf oder Bauauftrag - soll nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden. Das Verfahren würde durch die Arbeitsgruppe Stadtverwaltung begleitet, wobei wesentliche Entscheidungen durch den Rat der Stadt Paderborn getroffen werden. Der Flächenbedarf für die zukünftige Unterbringung der Verwaltung soll sich an dem von der Arbeitsgruppe und der Verwaltung erstellten Raumkonzept und der daraus entwickelten idealisierten Neubauplanung von 25.641,55 Quadratmetern orientieren. In der Berechnung sind ebenfalls Flächen für die Unterbringung der GKD berücksichtigt worden. Nur noch in geringem Umfang sind Areale für den Stadtentwässerungsbetrieb enthalten, der weitgehend an einem anderen Standort konzentriert werden soll. Der Flächenbedarf ist dabei neu ermittelt worden: Bei einem Neubau der gesamten Stadtverwaltung bestünde somit ein maximales Einsparpotenzial an Bürofläche von 2.399,45 Quadratmetern. Der Verwaltungsstandort Pontanusstraße mit dem Technischen Rathaus soll aufgegeben werden. Das Grundstück wird überplant und anschließend von der Stadt veräußert. Über die weitere Verwendung des angemieteten Verwaltungsgebäudes Am Hoppenhof wird rechtzeitig vor Ablauf der Mietzeit, 2018 und 2021, entschieden.