Integrationspreis im nächsten Jahr
15. Internationales Fest der Begegnung war voller Erfolg
"Der Dialog ist unerlässlich. Er ist das beste Mittel Vorurteile abzubauen. Wer miteinander spricht, redet nicht übereinander." Mit diesen Worten lobte Thomas Kufen die Idee des Festes der Begegnung in Paderborn. Beim Empfang für die Zuwanderungsvereine im Neuhäuser Schloss vor Beginn des Festes im Barockgarten würdigte der CDU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Integrationsbeauftragte der Landesregierung die städtischen Integrationsanstrengungen. Das Fest, das bereits zum 15. Mal stattfinde, werde genutzt als klares Bekenntnis "wir gehören dazu". Vor etwa 150 Zuhörern, zu denen auch Altbürgermeister Wilhelm Lüke und die Ehrenringträgerin Elsbeth Menneken gehörten, bezeichnete Kufen die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte als eine der wichtigsten Zukunftsherausforderungen. Jeder Fünfte in Deutschland besitze einen Migrationshintergrund, viele seien hierhergekommen, aber noch nicht angekommen. Eine systematische Bildungsförderung bezeichnete der Redner als eine ganz wichtige Säule für die Integration. Bürgermeister Heinz Paus hatte eingangs allen Vereinen, Gruppen und deren Mitglieder gedankt, die sich in Paderborn für die Integration engagieren. Sein besonderer Dank galt der engagierten Arbeit des Integrationsrates unter der Leitung von Ayhan Demir. Paus forderte die Menschen mit Migrationshintergrund auf, mehr noch am gesellschaftlichen Leben in der Stadt teilzunehmen. "Viele bereichern mit ihrer Identität und ihrer Kultur bereits unser Leben und immer wieder zeigt sich, dass das Erlernen der deutschen Sprache dabei ganz wichtig ist", so der Bürgermeister. Paus kündigte an, dass im nächsten Jahr zum ersten Mal ein Paderborner Integrationspreis verliehen wird. Damit sollen gute Beispiele für das Miteinander gewürdigt werden. Ayhan Demir, Vorsitzender des Integrationsrates, sah die 15. Auflage des Festes der Begegnung nicht als Schlusspunkt, sondern als Etappe. "Wir werden mit Einsatz und Freude weiter dafür arbeiten, dass das Zusammenleben noch besser funktioniert". Demir lobte die Idee, den Empfang für die Zuwanderungsvereine mit dem Fest der Begegnung zusammenzulegen. Diese Premiere sei gelungen. Der Vorsitzende des Integrationsrates dankte seinen Mitstreitern im Gremium und allen am Fest der Begegnung beteiligten Personen für ihre Arbeit. Wie Integration erfolgreich ist, verdeutlichte beim Empfang der Chor "Klangkult", der für die musikalische Umrahmung sorgte. Die Gruppe, der Sängerinnen und Sänger aus mehreren Nationen angehören, gründete sich im Rahmen des städtischen "KOMM-IN"-Prozesses.