Gelebte Interreligiosität - 25 Jahre GCJZ e. V.

Festakt im Rathaus

© Stadt Paderborn

„Herzlichen Glückwunsch der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn zu 25 Jahren erfolgreicher Arbeit, in der viel erreicht, viel bewegt und viel gestaltet wurde,“ gratulierte Bürgermeister Heinz Paus am Sonntag, 3. Juni, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der GCJZ. Dem Empfang im Rathaus war ein bewegender Gottesdienst unter der Mitwirkung von Weihbischof Matthias König, Superintendantin Anke Schröder und Rabbiner Henry Brandt in der Marktkirche vorangegangen. Der Rabbiner hielt die Festrede an dem Abend – für die musikalische Begleitung sorgte das Duo Cuerdas Mágicas. 1987 gründete Prof. Dr. Hubert Frankemölle die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Paderborn und war bis 2011 ihr geschäftsführender Vorsitzender. Paus machte in der Begrüßungsrede auf seine Initiative und sein Engagement aufmerksam: Hubert Frankemölle hat gemeinsam mit seinen Mitstreitern „Impulse gesetzt, denen wir in Paderborn eine Menge zu verdanken haben.“ Die Stadt bietet heute ein „neues Klimas der Offenheit zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse.“ Für diese gelebte Interreligiosität möchte Monika Schrader-Bewermeier, Vorsitzende der GCJZ, auch in Zukunft einstehen. Zudem sprach sie den jüdischen Rückkehrern nach dem Krieg einen großen Respekt und Dank aus: „Ohne sie und ihren Mut wäre es wohl nicht zu dem gekommen, was wir heute vorfinden.“ 270 Mitglieder in Paderborn und 20.000 in Deutschland bilden ein starkes Kollektiv, das „gemeinschaftlich noch besser seine Ziele erreichen kann,“ so die Vorsitzende, die ebenso wie der ehemalige Landesrabbiner von Westfalen-Lippe, Henry Brandt, dem Gründer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Hubert Frankemölle, einen besonderen Dank für seine Tatkraft aussprach. Der GCJZ attestierte Brandt in seiner Festrede eine gute Wirkung nach außen, und erklärte, dass bei genügend innerer Strahlkraft, so wie er sie vorfindet, „der Erfolg nicht immer abhängig von der Anzahl der Mitglieder sei.“ Im interreligiösen Dialog der Nachkriegszeit gab es aber auch die ein oder anderen „kommunikativen Minenfelder“ die zumeist aber nur „kleine Rückschläge auf einem großen Weg“ bedeuteten. Er appellierte daher, weiterhin die positiven Dinge in der christlich-jüdischen Zusammenarbeit hervorzuheben.