Eine neue Baukultur in Paderborn
Zwischen Hightech und Historie
Qualitätssicherung im Städtebau und Stärkung des Bewusstseins für Baukultur in Paderborn – das steht im Kern des öffentlichen Tagungsforums „Zwischen Hightech und Historie – Eine neue Baukultur in Paderborn im bundesweiten ExWoSt Forschungsfeld `Baukultur in der Praxis`“ am Samstag, 23. Juni, im Historischen Rathaus. Es ist die Auftaktveranstaltung zum Modellvorhaben für eine neue Baukultur in Paderborn, bei dem auch eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung zur „Mitnahme der Beteiligten“ erreicht werden soll. Unterschiedliche Experten werden die Thematik in den Mittelpunkt verschiedener Fachvorträge und Diskussionen stellen. ExWoSt steht für Experimenteller Wohnungs- und Städtebau. Dieses Modellprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung möchte praxistaugliche Ansätze zur Qualitätssicherung für die Paderborner Baukultur aufzeigen. Bei Bürgern und Beteiligten soll zudem ein neues Bewusstsein für die eigene kommunale Baukultur gefördert werden. Dabei geht es vor allem um Fragen wie: Gibt es ein gemeinsames Verständnis von Baukultur? Auf welche Prozesse und Instrumente im Sinne qualitätvoller Baukultur können sich die Akteure einigen? Und, führt ein breiter Beteiligungsprozess zu einer nachhaltigen Akzeptanz? Gemeinsam werden Strategien im Sinne einer guten Baukultur in Paderborn entwickelt – auch ein Arbeitskreis soll zu dem Thema eingerichtet werden. Den Auftakt dazu bildet das Symposium am 23. Juni. Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt, wird in die Thematik einführen. Prof. Dr. Christa Reicher von der TU Dortmund und Prof. Kunibert Wachten werden die wissenschaftliche Perspektive ausleuchten. Paderborner Bauherren ergänzen das Plenum, das am Ende gemeinsam mit einem Schlussstatement Ausblick auf die neue Baukultur der Paderstadt geben wird. „Baukultur, das ist die gut gestaltete baulich-räumliche Umwelt und der Prozess der notwendig ist, um diese Qualität hervorzubringen. Ich freue mich, dass wir nun über die Teilnahme am bundesweiten Modellvorhaben „Baukultur in der Praxis“ die Möglichkeit haben, diesen Prozess zu einem Stadtweiten Thema zu machen – denn Baukultur geht alle an,“ hebt Claudia Warnecke hervor. Eine Sensibilisierung und intensive Auseinandersetzung mit der kommunalen Baukultur ist wichtig, weil „die soziale und ökonomische Zukunft unserer Städte entscheidend davon abhängt, ob es gelingt, eigenständige Profile und unverwechselbare Identitäten zu schaffen,“ so die Landesinitiative StadtBauKultur NRW. Lebensqualität entsteht nicht durch reine bauliche Gestaltung, aber diese kann sie befördern und eine solide Basis für die Ansiedlung von Handel und Wohnung bieten.