Planungsspaziergang zum Innenstadtverkehrskonzept
Bürgerbeteiligung
Am Montag, 11. Juni, begrüßte Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn die zahlreich erschienen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Planungsspaziergang, der unter dem Motto „Lust auf mehr Innenstadt?“ stand. Dieser ist ein Baustein im Rahmen der Erarbeitung des Innenstadtverkehrskonzeptes, mit dem das Dortmunder Büro Planersocietät beauftragt worden ist. Bei diesem Konzept geht es unter anderem um die Optimierung der Verkehrssituation in der Paderborner Innenstadt – übergreifend für alle Verkehrsmittel wie Fuß, Rad, Auto, ÖPNV und Wirtschaftsverkehr. In drei Gruppen, die von Mitarbeitern des Büros geführt wurden, ist an sieben Stationen in der Stadt über verschiedene Verkehrsthemen diskutiert worden. Dazu zählten die Parkplatzsituation der Stadt Paderborn, der Wirtschaftsverkehr in den Fußgängerzonen Western- und Rosenstraße sowie auf dem Kamp und die Bedeutung des ÖPNV für die Innenstadt. Aber auch über Straßenraumgestaltung und Nahmobilitätsqualität der Innenstadt für Fußgänger und Radfahrer wurde diskutiert. Kritisch äußerten sich die Teilnehmer zum Lieferverkehr in der Innenstadt. Dort würden Anlieferzeiten nicht eingehalten werden. Auch zum Radverkehr gab es Verbesserungswünsche: An Kreuzungen gebe es zum Teil unklare Verhältnisse, die das Nutzungsrecht für Fahrradfahrer betreffen. Hier befindet sich die Stadt aber in einem Anpassungsprozess, bei dem neue Erkenntnisse, welche die Verkehrssicherheit für Radfahrer betreffen – dazu gehört das geänderte Radwegenutzungsrecht - stetig umgesetzt werden. Auch der Schülerbringverkehr war Thema: In der Nähe Gierstor und Mühlenstraße käme es zu undurchsichtigen Verkehrssituationen aufgrund der hohen Busdichte in einem kurzen Zeitintervall. Insgesamt kam man zu der Erkenntnis, dass Mobilität eine Grundvoraussetzung für das Leben im Innenstadtbereich ist. Das beauftragte Planungsbüro sei sehr an einem Dialog mit der Öffentlichkeit interessiert. Zur Untermauerung der Untersuchungsergebnisse sind bereits konkrete Befragungen von Passanten und Autofahrern auf den Parkplätzen und in der Paderborner Innenstadt sowie Zählungen des Kfz-Verkehrs und des Fuß- und Radverkehrs durchgeführt worden. Für die Öffentlichkeit besteht noch bis zu den Sommerferien die Möglichkeit sich im eigens eingerichteten Online-Portal unter www.paderborn.de/innenstadt-mobil zu beteiligen. Aber auch per Post können Hinweise, Anregungen und Kritik geäußert werden an: Thomas Jürgenschellert, Stadt Paderborn, Pontanusstraße 55, 33102 Paderborn.