Gemälde von Hans Richard von Volkmann
Neuerwerb für den Marstall stellt großen Wert für Stadthistoriker und Denkmalpfleger dar
Vor einiger Zeit konnte Dr. Norbert Börste für das Historische Museum im Marstall ein wertvolles Gemälde, Neuhaus in Westfalen, 1884, mit Unterstützung des Förderkreises und der Stadt Paderborn für das Museum in Paderborn-Schloß Neuhaus von Hans Richard von Volkmann, Neuhaus in Westfalen, 1884, erwerben. Das Ölgemälde, Öl/Malkarton, unten links signiert, bezeichnet und datiert: HR. v. Volkmann, 1884 Neuhaus i. W., ca. 22 x 31 cm, gerahmt, stellt ein interessantes stadtgeschichtliches Dokument und bisher nicht bekanntes kunsthistorisches Objekt dar. Besonders die Ansichten von heute verschwundenen beziehungsweise so nicht mehr erhaltenen Gebäuden und historischen Stätten, wie vom Haus Kirchthombansen, Kirchstr. 5, 1950 abgebrochen, besitzen als historische Quellen großen Wert für Stadthistoriker und Denkmalpfleger. Hans Richard von Volkmann, Illustrator und Landschaftsmaler, Sohn des berühmten Chirurgen Richard von Volkmann, wurde 1860 in Halle geboren und starb dort 1927. Als Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie besuchte er auch Neuhaus und malte die Neuhäuser Kirche. Neben ausgedehnten Exkursionen nach Hessen, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg führte ihn sein Weg auch nach Neuhaus, wo er die Kirche noch während seines Studiums an der Kunstakademie in Düsseldorf 1884 malte. Nach seinem Studium von 1880 bis 1888 in Düsseldorf hatte sich Hans von Volkmann anschließend als Meisterschüler bei dem nur wenige Jahre älteren Gustav Schönleber (1851?1917) 1892 in Karlsruhe niedergelassen. Er erzielte rasch Erfolge als Landschaftsmaler und wurde zum markantesten Vertreter der von Schönleber begründeten Karlsruher Landschaftsschule. Seine Werke sind heute in vielen deutschen Museen zu sehen, wie diese Entdeckung im Historischen Museum im Marstall.