Land fördert Hochwasserschutz für die ,Stadt des Wassers'
Regierungspräsidentin übergab Zuschussbescheide an Paderborner Bürgermeister
Seitdem Paderborn 1965 von einem Katastrophenhochwasser heimgesucht wurde, hat der Hochwasserschutz in dem durch die Paderquellen gerne auch als ,Stadt des Wassers' bezeichneten Oberzentrum besondere Bedeutung. So verwundert es nicht, dass mehr als 45 Jahre später das Thema immer noch aktuell ist. Jetzt überreichte Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, am Jothebach im Paderborner Stadtteil Elsen weitere Zuschussbescheide für Hochwasserschutzvorhaben an Bürgermeister Heinz Paus. Mit dieser großzügigen Unterstützung des Landes kann die Stadt Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Obere Lippe (WOL) zwei Maßnahmen in der Kernstadt und im Stadtteil Marienloh umsetzen. Letztere ist Bestandteil einer Hochwasserschutzkonzeption für Lippe und Beke von Marienloh bis Schloß Neuhaus, bestehend aus vier Abschnitten, von denen sich drei in der Umsetzung befinden. Ebenfalls umgesetzt werden kann durch die gewährten Zuschussmittel die geplante Erweiterung des Hochwasserrückhaltebeckens an der Benhauser Straße. Die Landesmittel unterstützen nicht nur den Hochwasserschutz, sondern ermöglichen auch die weitere Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Diese sieht Renaturierungsmaßnahmen von Gewässern vor, um sie in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. So konnte mit Landeszuschüssen auch der Jothebach im Elser Bruch, an dem die Übergabe der Förderbescheide stattfand, im letzten Jahr auf einer Länge von 1,4 Kilometern in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden.