Baukultur in der Praxis

Fachleute aus ganz Deutschland in Paderborn zu Besuch

© Stadt Paderborn

Die Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn, Claudia Warnecke, konnte Experten aus acht deutschen Städten zum Thema ‚Baukultur in der Praxis‘ im großen Sitzungssaal des historischen Rathauses begrüßen. Die Stadt Paderborn wurde ausgewählt an dem Projekt des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) teilzunehmen, das vom Bund auch finanziell unterstützt wird. Das zweitägige Treffen sollte in erster Linie den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander vorantreiben. „Dabei diente die Präsentation der anderen Projekte dazu, weitere Erkenntnisse für eine qualitätsvolle Baukultur in Paderborn zu erlangen“ so Warnecke. Paderborn strebt unter der Überschrift ‚Zwischen Hightech und Historie – Eine neue Baukultur für Paderborn‘ die Durchführung eines Prozesses zur Sensibilisierung unterschiedlicher lokaler Akteure für das Thema an. Eine vergleichbare Aufgabenstellung hat sich Schwerin unter dem Titel ‚Charta für Schweriner Baukultur‘ vorgenommen. Der Fokus weiterer Teilnehmer liegt aber auch in anderen Schwerpunkten. „Die Stadt Saarbrücken beschäftigt sich mit der Sanierung einer Geschäftsstraße aus den 1950er Jahren. In Hannover soll ein neues innerstädtisches Wohnquartier mit besonderen Anforderungen an die städtebauliche Gestaltung entstehen“, berichtet Christian Uhlig, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung aus Bonn. „Mit unseren bisher durchgeführten Veranstaltungen haben wir ausschließlich positive Resonanz von den Beteiligten bekommen. Viele Interessierte begrüßen, nunmehr ein Forum zum Thema Baukultur in Paderborn zu haben“, zieht Warnecke ein erstes Resümee. Für das kommende Jahr ist eine Vielzahl von weiteren Projekten in Paderborn geplant. Neben weiteren bereits bewährten Stadtspaziergängen, sollen Veranstaltungen wie Vorträge, Tagungen, Fotoseminare und Exkursionen angeboten werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn und anderen bundesdeutschen Hochschulen soll das Thema Baukultur in Paderborn voran bringen. In allen teilnehmenden Städten steht das Erfordernis der ständigen Kommunikation mit Bauherren, Architekten und Investoren ganz besonders im Vordergrund. „Ohne frühzeitige Gespräche mit den direkt Betroffenen können wir für qualitätsvolle Baukultur auch in Paderborn nur wenig erreichen“, stellt Warnecke fest. Sie appelliert daher an die Eigenverantwortung jedes einzelnen, Informationsangebote und Veranstaltungen im Rahmen dieses Modellvorhabens wahrzunehmen. Um auch einen Gedankenaustausch mit der interessierten Öffentlichkeit zu ermöglichen und zu unterstützen, beabsichtigt die Stadtverwaltung zudem eine Internetplattform bereitzustellen. „Für den einzelnen privaten Bauherren ist Baukultur eine Investition in eine dauerhaft werthaltige Immobilie. Die Stadt Paderborn wird durch qualitätsvolle Architektur und Stadtgestaltung gestärkt im sich verschärfenden Konkurrenzkampf der Städte. Baukultur ist daher ein wichtiger Aspekt für die Attraktivität Paderborns als Wirtschaftsstandort.“ so das Fazit von Warnecke.