Sportschule für die Sportstadt mit Herz
Reismann-Gymnasium und Lise-Meitner-Realschule kooperieren
"Paderborn ist eine tolle sportbegeisterte Stadt. Mit der NRW-Sportschule wird sich die Sportstadt mit Herz mit Sicherheit noch besser entwickeln können." Das sagte die NRW-Sportministerin Ute Schäfer bei der Einweihung der Sportschule in der Aula des Reismann- und Pelizaeus-Gymnasiums. Das Reismann-Gymnasium war im Dezember bereits zur Sportschule ernannt worden und geht jetzt gemeinsam mit der Lise-Meitner-Realschule an den Start. Mehr als 100 Schüler, Lehrer und Gäste hatten sich eingefunden, um die Einweihung der Sportschule zu feiern. Als einen Meilenstein für die Sportstadt Paderborn bezeichnete Bürgermeister Heinz Paus die Einrichtung der Sportschule. Paderborn werde damit seinem Ruf als die Sporthochburg in Ostwestfalen sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport gerecht. Paus nannte als Beispiele die erfolgreiche Entwicklung der Profifußballer des SC Paderborn, des Paderborner Squash-Clubs und der wiedererstarkten Finke-Baskets. Neben diesen Erfolgen im Spitzensport besitze Paderborn aber auch eine hervorragende Sportinfrastruktur. Allein in den letzten zehn Jahren habe die Stadt etwa 40 Millionen Euro in Anlagen für den Breitensport investiert. Paus dankte im Namen aller Aktiven der Sportstadt dem Land ein herzliches Dankeschön für die Entscheidung, hier eine Sportschule einzurichten. Auf die Möglichkeiten dieser Sportschule, Schule und Sport noch besser zu kombinieren, ging Ministerin Ute Schäfer ein. Das Modell biete den jungen Sportlern gerade in dieser Hinsicht gute Entwicklungsmöglichkeiten. Schäfer lobte die Voraussetzungen in Paderborn und nannte unter anderem die Paderborner Vielseitigkeitssichtung, bei der Grundschüler ihr sportliches Talent unter Beweis stellen können. Sie machte aber auch deutlich, dass die beste Infrastruktur nicht die Menschen ersetzen könne, die tagtäglich an der Sportschule für die Sportler da seien. "Man muss sich kümmern, man muss fördern und fordern, nur dann gelingt das Zusammengehen von Schule und Sport", machte Siegfried Rojahn, Schulleiter des Reismann-Gymnasiums deutlich und dankte all jenen, die mitgeholfen haben, dass nunmehr die Sportschule am Reismann Wirklichkeit geworden ist. Schülern zu helfen, Schule und Sport leist- und vereinbar zu machen, das sei die Hauptaufgabe, der sich auch die Lise-Meitner-Realschule stelle, betonte deren Schulleiterin Cornelia Pongratz. In einer Gesprächsrunde, die von Rainer Tohermes locker und unterhaltsam moderiert wurde, erzählten Niklas Erlbeck (Fußball), Luis Santa Cruis (Baseball), Luis Figge (Basketball) und Lisa Halfmann (Tennis) wie sie bisher Sport und Schule unter einen Hut bekommen haben und welche Erwartungen sie an die Sportschule stellen. Wie fit die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen schon sind, stellten sie bei sportlichen Einlagen unter Beweis.