Mehr als 5.000 Besucher
Monroe-Ausstellung in der Städtische Galerie Am Abdinghof
Sie ist ein Publikumsmagnet. Mehr als 5.000 Besucher wollten bisher die Monroe-Ausstellung in der Städtischen Galerie Am Abdinghof sehen. Noch besteht bis zum 16. September die Möglichkeit, die beeindruckenden Fotos der Hollywood-Diva von Bert Stern zu sehen. Die letzte öffentliche Führung findet am Sonntag, 16. September, um 11.30 Uhr statt. Gezeigt werden Fotografien, die im Juni 1962 während des legendären, dreitägigen „The Last Sitting“ entstanden sind, und Siebdrucke - Silk Screens - von Bert Stern. Für Bert Stern war es ein besonderes Erlebnis, Marilyn Monroe zu fotografieren. Die Siebdrucke eröffneten ihm gänzlich neue Möglichkeiten, diesem Ereignis seinen eigenen Ausdruck zu verleihen. Die Silk Screens weisen Bert Stern auch als Protagonisten der Pop Art der 60er Jahre aus. Marilyn war sich ihres Sexappeals bewusst und ging damit so entwaffnend um, wie kaum eine andere Hollywood-Diva. Sie provozierte und überschritt dabei immer wieder die Grenze zur Parodie. Bert Stern traf sie zum ersten Mal im Jahr 1955, als sie gerade am Höhepunkt ihrer Karriere war. Sieben Jahre später - Stern war bereits einer der ganz großen Werbe- und Modefotografen, Marilyn Monroe inzwischen auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere angelangt - erhielt er von der Zeitschrift VOGUE den Auftrag, Marilyn für Modeaufnahmen zu porträtieren. Niemand konnte damals ahnen, dass dies ihr „Last Sitting“ sein würde. Sechs Wochen später war Marilyn Monroe tot. Nur ganz wenige der Aufnahmen wurden von VOGUE damals veröffentlicht. Der Großteil verblieb im Besitz von Bert Stern und wurde nicht für die Veröffentlichung nachbearbeitet. Die VOGUE hatte bei ihrem Auftrag an reine Modefotografie gedacht. Bert Stern realisierte jedoch eine ekstatisch aufgeladene Mischung aus „Aktfotografie“ und einer ganz privaten Marilyn. Mehr oder weniger nebenbei entstanden professionelle, atemberaubende Modeaufnahmen, bei denen nicht nur elegante Roben, Marabu-Boas und Modeschmuck zelebriert wurden, sondern auch eine nachdenkliche, in sich gekehrte Marilyn zu entdecken ist Bert Stern beschrieb dieses Shooting als eine Affäre der besonderen Art: „Es gab die nötige Spannung und keines von den üblichen Problemen“. Um die Fotos überhaupt in der VOGUE platzieren zu können, kam Stern „auf die Idee mit den Accessoires, wie Juwelen und durchsichtigen Schals. Ich machte wunderschöne Photos. Als Vogue die Bilder sah, sagte sie: Fabelhaft.“ Bert Stern, 1929 geboren, lebt und arbeitet noch heute in New York. Er wurde über Nacht zum Starfotografen. Seine Erfolge nahmen in den 60er Jahren gigantische Ausmaße an. Bereits mit seinem ersten Werbeauftrag von Wodka Smirnoff im Jahr 1953 - einer der berühmtesten Werbekampagnen der Geschichte - schaffte er den Durchbruch und prägte die Werbefotografie nachhaltig.