Paderborn will auch durch Barrierefreiheit überzeugen
Beim Rundgang auf Probleme aufmerksam gemacht
Paderborn will auch durch Barrierefreiheit überzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte das Straßen- und Brückenbauamt der Stadt Paderborn zu einem Rundgang zum eingeladen. "Wir wollen mit Hilfe von betroffenen Zielgruppen und der Unterstützung durch ein Fachbüro Stärken und Schwächen im öffentlichen Straßenraum und an öffentlichen Gebäudeeingängen deutlich machen und diskutieren", fasste zu Beginn Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes der Stadt Paderborn, das Anliegen dieser Begehung zusammen . Der Weg führte die Teilnehmer über die Bushaltestelle Westerntor zum Königsplatz, durch die Fußgängerzone zum Rathaus- und Domplatz und abschließend durch das Paderquellgebiet. Als Fazit wurde festhalten, dass neben dem groben Kopfsteinpflaster am Dom auch nicht kontrastreich gestaltete Treppen oder Straßenmöbel älteren und behinderten Menschen Probleme bereiten können. Auch falsch parkende Autos oder schlecht positionierte Aufsteller vor Geschäften stellen für Nutzer von Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen Barrieren dar. Positiv wurde hervorgehoben, dass die Fußgängerzone und die Zugänge vieler öffentlicher Gebäude bereits bequem und sicher erreichbar sind. „Darüber hinaus wurde von allen Teilnehmern das Engagement der Stadtverwaltung beim Thema barrierefreie Innenstadt begrüßt", so Dr. Peter Neumann, der die Gruppe als Experte begleitete. Der intensive Gedankenaustausch unter den Teilnehmern macht deutlich, wie wichtig eine gegenseitige Vernetzung ist. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet und in die weitere Bearbeitung des Projekts „Barrierefreie Innenstadt Paderborn“ einfließen. Das Projekt ist Bestandteil des „Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Paderborn“, das im Jahr 2010 vom Rat der Stadt Paderborn verabschiedet wurde. Darin formuliert die Stadt das Ziel, lebenswerte Aspekte mit einem attraktiven Angebotsspektrum zu verbinden. In diesem Zusammenhang wird auch die Entwicklung einer barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raumes angestrebt. In einem ersten Schritt erfolgt eine Bestandsaufnahme, die die Defizite und Ansprüche an öffentlichen Gebäudeeingängen und im öffentlichen Raum dokumentiert. Dafür wurde als externer Dienstleister das Beratungsbüro Büro NeumannConsult aus Münster gewonnen.