1000 Jahre überlebt

Film über die Biographie einer Eiche im Naturkundemuseum

Während der Sonderausstellung „Multitalent Baum“ wird jeden Sonntag jeweils um 11 Uhr eine Filmvorführung im Obergeschoss des Naturkundemuseums im Marstall angeboten. Den Beginn macht am Sonntag, 23. September, ein Film über einen uralten Baum. Beispielhaft zeigt der Film aus dem Bestand des Kreismedienzentrums Paderborn den Lebensweg einer Eiche auf und verdeutlicht den Wandel der Umwelt dieses Baumes während der letzten Jahrhunderte. Die Geschichte beginnt im Jahre 1051 mit einem eine Eichel vergrabenden Eichhörnchen. Aus ihr wächst die große Eiche heran; der Film verfolgt ihre Entwicklung bis heute. Das Wachstum des Baumes ist von vielen einschneidenden Ereignissen geprägt: von schweren Stürmen, Trockenheit und Kälteperioden, Insektenbefall und vor allem durch den Fortschritt des Menschen. Denn eben dieser entdeckte die Eiche als wertvollen Rohstofflieferanten. Mit den Eicheln wurden Schweine gemästet, aus der Rinde Gerbstoff gewonnen und die Stämme anderer Eichen mussten für Schiffe, Fässer oder zum Verfeuern herhalten. Im Laufe seines Lebens musste sich der Baum gegen Schädlinge und Konkurrenten zur Wehr setzen. Außerdem war und ist er Teil einer großen Lebensgemeinschaft und bietet vielen Tierarten Unterschlupf und Nahrung.