Paderborn möchte Regiopol-Region werden

Städtebündnis für eine neue Kategorie der Raumordnung

© Stadt Paderborn

Paderborn/Trier (IP). Paderborn möchte zu den Regiopol-Regionen in Deutschland gehören. Vertreter der Städte Trier, Erfurt, Paderborn und Rostock hatten sich in Trier getroffen, um über die Gründung eines nationalen Regiopolen-Netzwerkes zu beraten. Gemeinsam ist den Regiopol-Städten, dass sie herausgehobene Funktionen aufweisen sowie besondere Wachstumspotenziale besitzen, obwohl sie außerhalb von Metropol-Regionen liegen. Damit nehmen Regiopol-Städte eine bisher nicht ausreichend gewürdigte Sonderstellung unter den Oberzentren ein. Genau darin besteht der Hintergrund der Regiopolen-Initiative: Regiopolen, als die kleinen Schwerstern der Metropolen, sollen als Innovations- und Wachstumsregionen sowie als zusätzliche Raumkategorie in planerischer Hinsicht etabliert werden. Auf Anregung von Bürgermeister Heinz Paus hat sich die Stadt Paderborn dieser Initiative angeschlossen. Die Region Paderborn umfasst eigenständig etwa eine halbe Millionen Einwohner. Paderborn nimmt bezüglich Einwohner- und Beschäftigtenentwicklung sowie der Wirtschaftskraft (Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes pro Beschäftigtem) eine hervorragende Position ein. All dies trug jedoch nicht dazu bei, dass Paderborn im Kontext der deutschen Großstädte über die Region hinaus Bekanntheit erlangte. Die Stadt liegt an 54. Stelle der einwohnerstärksten Städte Deutschlands. Nunmehr besteht mit den Regiopol-Überlegungen die realistische Chance, dies zu ändern. Paderborn hat den Anspruch, Modellregion für den neu zu konzipierenden Raumordnungstyp Regiopole zu werden und könnte dadurch die entsprechende bundesweite Förderung und Anerkennung bekommen. Gemeinsam mit den Städten Trier, Erfurt und Rostock hat die Stadt Paderborn über die Gründung eines nationalen Regiopol-Netzwerkes beraten. Gemeinsam ist diesen Initiativstädten, dass sie herausgehobene Funktionen aufweisen sowie besondere Wachstumspotentiale besitzen. Damit nehmen Regiopol-Städte eine bisher nicht ausreichend gewürdigte Sonderstellung unter den Oberzentren ein. Genau darin besteht der Hintergrund der Regiopolinitiative: Regiopolen, sollen als Innovations- und Wachstumsregionen als zusätzliche Raumkategorie etabliert werden. Bei dem Zusammentreffen der Stadt Paderborn mit den weiteren Initiativstädten Rostock und Erfurt wurde in der Gastgeberstadt Trier im Rahmen der sogenannten Trierer Erklärung die Einrichtung eines Netzwerkes mit dem Arbeitstitel Regiopole initiiert. Damit sollen die besonderen Wachstumspotentiale außerhalb von Metropol-Regionen gefördert und bei der Entwicklung der Bundesraumordnungspolitik sowie der Landes- und Regionalentwicklung gebührend berücksichtigt werden. Vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien in den Städten soll bis Ende 2013 eine Vereinbarung zum Netzwerk Regiopole auf dem Tisch liegen. Auf der Grundlage der interkommunalen Vereinbarung soll dann für das erste Quartal 2014 eine Klausurtagung mit den Landesplanungsbehörden der vier Bundesländer und den jeweiligen Planungseinrichtungen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Behörden in das Projekt Regiopole einzubinden und über die Einführung der Regiopole als neue Raumordnungskategorie auf Bundes- und Landesebene vorzubereiten. Über aktuelle oder geplante EU- oder Bundesprogramme werden sich die Partner gegenseitig informieren. Dies gilt ausschließlich für Programme, die einen Bezug zum Projekt Regiopole haben. Ziel ist es, gemeinsame Anträge für das Projekt Regiopole zu erarbeiten und einzureichen.